Erstellt am 20. November 2013, 23:59

von Michael Pekovics und Patrick Bauer

Zukunft des SVO stand auf der Kippe. Zwei Vorstände ziehen sich zurück, Obmann stellte Stadtchef die Rute ins Fenster. Und alles dreht sich um Gusti Benedek.

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Von Michael Pekovics und Patrick Bauer

OBERWART / Die Rücktritte von Christian Resch (Kassier) und Stefan Pongracz (Schriftführer) sind Folge eines schon lange schwelenden Konflikts zwischen Stadtgemeinde und dem Sportverein Oberwart unter Obmann Michael Leitgeb.

Leitgeb hatte im Juni 2013 nämlich nur unter der Voraussetzung, dass sein Vorgänger – Hallen- und Platzwart Gustav Benedek –  sich zurück zieht, den Posten übernommen.

„Für mich ist er der Brunnenvergifter des Vereins“

„Das wurde versprochen, aber nicht eingehalten“, sagt Leitgeb und kritisiert damit Stadtchef Georg Rosner (ÖVP). Vereinbart wurde nämlich, dass sich Ex-Obmann Benedek aus den Angelegenheiten der Fußballer herauszuhalten habe.

Bei einer Krisensitzung am Samstag mit Funktionären, Spielern und Rosner ging es hoch her. Die Mannschaft stellte sich demonstrativ hinter den Vorstand und setzte so den Stadtchef unter Druck. Dieser habe nämlich, so ein Insider, nicht dafür gesorgt, dass Benedek sich tatsächlich aus den Angelegenheiten des SV Oberwart heraus hält.

„Für mich ist er der Brunnenvergifter des Vereins“, schießt Leitgeb scharf in Richtung seines Vorgängers. Benedek selbst will zur aktuellen Causa nichts sagen.

„Lösung finden, mit der alle leben können"

Rosner lobt im Gespräch mit der BVZ den Vorstand („Hat bisher einen guten Job gemacht“) und betont die Bedeutung des SVO: „Der Verein ist wichtig für Oberwart und wir honorieren das auch – die Infrastruktur ist in einem perfekten Zustand.“

Auf die aktuellen Probleme angesprochen, meint Rosner, dass „wir eine Lösung finden werden, mit der alle leben können“. Konkret äußern wollte sich der Stadtchef aber nicht: „Über Personalangelegenheiten möchte ich in der Öffentlichkeit nicht sprechen.“ Vizebürgermeister Dietmar Misik vermutet ein „Politikum – und das hat im Sport nichts verloren.“

Inoffiziell war zu erfahren, dass Rosner nun bis Anfang Jänner Zeit hat, um die Wogen zu glätten und Entscheidungen zu treffen. Für Leitgeb steht jedenfalls fest: „Mein Rücktritt ist nach dem Gespräch mit Rosner kein Thema mehr. Aber wir wollen und werden uns den Verein von außen nicht kaputt machen lassen.“

Lesen Sie dazu auch den dieswöchigen Kommentar von Michael Pekovics in der Oberwarter BVZ: