Erstellt am 23. März 2016, 08:12

von Michael Pekovics

Zurück zur Natur. Riesenbaustelle nördlich von Oberwart: Für Renaturierung der Pinka werden 100.000 Kubikmeter Erde bewegt und angeschüttet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Pinka nördlich von Oberwart begradigt, jetzt wird sie wieder zurück gebaut. Durch die vielen Schlingen des Flusses entstehen neue Überflutungsflächen, die die Stadt vor Hochwasser schützen.  |  NOEN, zVg

Rund um die nördliche Umfahrung haben vor einigen Tagen umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Konkret geht es um die Renaturierung der Pinka in Verbindung mit einem Hochwassserschutz für die neu als Betriebsgebiet gewidmeten Flächen südlich der Umfahrung.

Möglich wurde das Projekt erst durch das im Vorjahr abgeschlossene Zusammenlegungsverfahren, die Pinka wird wieder in einen natürlichen Zustand versetzt (siehe Foto oben).

Überflutungsflächen und 100.000 m³ Aushub

Damit schafft man einerseits ausreichend Überflutungsflächen im Fall eines Hochwassers, andererseits wird mit dem Aushub – immerhin 100.000 Kubikmeter Erde – das künftige neue Betriebsgebiet der Stadt angehoben.

Das war Voraussetzung dafür, dass das Land der Umwidmung überhaupt seine Zustimmung gegeben hatte. Damit wären die Grundstücke auch im Fall eines „100-jährigen“ Hochwassers des Wehoferbaches ausreichend geschützt.

Insgesamt kostet das Projekt 1,5 Millionen Euro, 60 Prozent davon zahlt der Bund, ein Drittel das Land und für die Stadtgemeinde bleiben 150.000 Euro.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Pinka nördlich von Oberwart begradigt, jetzt wird sie wieder zurück gebaut. Durch die vielen Schlingen des Flusses entstehen neue Überflutungsflächen, die die Stadt vor Hochwasser schützen.