Erstellt am 11. Mai 2016, 06:04

von Michael Pekovics

Zweite Straße im Plan. Pläne für neue Verbindung von Lisztgasse ins Zentrum werden konkret. Gebiet könnte auch eine Parallelstraße dazu bekommen.

Blick nach Norden: Im Anschluss an die asphaltierte Fläche soll die Joseph Haydn-Straße entstehen - inklusive einer Parallelstraße neben den Gleisen bis zur Molkereistraße.  |  NOEN, BVZ
Das Projekt „Joseph Haydn-Straße“ gibt es seit Jahren. Doch bisher war immer nur die Rede davon, die Lisztgasse ab dem ehemaligen Kino mit der Bahnhofstraße zu verbinden.

Durch die geplante Verlegung des Holzverladeplatzes in Richtung Rotenturm ergibt sich aber die Möglichkeit, eine weitere Parallelstraße zur Hauptstraße zu schaffen.

Auch Enteignungsszenario denkbar

„Die Haydngasse bleibt Favorit, wir müssen auf die Kosten schauen. Aber das Projekt ‚Verlängerung der Bahnhofstraße zur Molkereistraße‘ werden wir weiterverfolgen“, sagt Stadtchef Georg Rosner (ÖVP). Für SPÖ-Vize Dietmar Misik ist wichtig, dass es vorher ein durchdachtes Verkehrskonzept gibt: „Da muss auch der Bahnhofplatz miteinbezogen werden.“

Derzeit laufen die Planungen für den Unterbau der Joseph Haydn-Straße, also Wasser und Kanal, mit dem Baustart wird nächstes Jahr gerechnet. Zwar haben bisher noch nicht alle Eigentümer grünes Licht für den Verkauf ihrer Grundstücke gegeben, aber Rosner ist optimistisch: „Wir führen weiter Gespräche, ich bin guter Dinge.“

Am Ende des Tages sei aber auch ein Enteignungsszenario denkbar – weil das öffentliche Interesse schwerer wiege. Durch die mögliche Verlängerung der Bahnhofstraße sei es jetzt auch möglich, die Joseph Haydn-Straße verkehrsberuhigter zu gestalten – und die Straße neben den Gleisen größer zu dimensionieren.