Erstellt am 17. Juli 2014, 13:45

Mannerschnitten-Dominorekord im Wiener Rathaus. Man muss die Schnitten feiern wie sie fallen. Das taten am Donnerstag rund 20 Helfer sowie einige Schaulustige, die sich im Wiener Rathaus eingefunden hatten, um mehr als 8.500 feinsäuberlich aufgereihte Mannerschnittenpackungen stürzen zu sehen.

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Gegen Mittag erfolgte der Anstoß des rosa Dominos, keine der Schnitten blieb stehen. Damit sicherte man sich einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Seit sechs Uhr früh arbeitete das Team, um die halbe Tonne Mannerschnitten im großen Festsaal des Rathauses aufzustellen. Eigentlich seien nur 7.500 Packungen geplant gewesen, erklärte der Marketingleiter von Manner, Ulf Schöttl. Schlussendlich brauchte man für die Kurven, einige Flächen sowie einen "Domino"-Schriftzug allerdings über 8.500 Packungen.

"Da braucht es Präzision, Teamwork und gute Nerven", erklärte Aufbauer Marcel Pürrer im Interview. Er reiht schon seit seiner Kindheit gerne Steine aneinander, um sie dann wieder umfallen zu sehen. "Das ist einfach ein großartiger Moment", meinte er. Als der Platz im Elternhaus nicht mehr ausreichte, wanderte Pürrer mit seinem Domino in eine nahe Turnhalle. Inzwischen haben er und einige Freunde selbst zahlreiche Rekorde aufgestellt - unter anderem mit der größten Pyramide. Nur beim "Domino-Day" selbst war er noch nicht: "Bisher war ich immer zu jung."

Applaus für neuen Weltrekord

Zittern dürfe man natürlich nicht, schilderte Pürrer. Allerdings würden die soliden Mannerpackungen doch ein bisschen mehr Spielraum erlauben als die kleinen, filigranen Steine, mit denen er sonst arbeite. "Dafür muss man bei den Kurven aufpassen, da braucht es einen deutlich größeren Radius", erklärte der Domino-Liebhaber die Tücken des Weltrekordversuchs. Die letzten Sicherheitslücken in den Reihen zu schließen, trauten sich dann tatsächlich nur noch drei freiwillige Helfer mit besonders ruhigen Händen zu, bei den Organisatoren stieg die Nervosität mit jedem Packerl.

Schlussendlich standen die rosa Packungen jedoch lückenlos - bei andächtiger Stille wurde die erste angestoßen. Wenige Momente später lagen dann alle Schnitten: Für den gelungenen Weltrekord setzte es jede Menge Applaus. "Das ist eine Idee, die zuvor niemand hatte", freute sich Schöttl.

Hungrig musste dann auch niemand nach Hause gehen: "Die Mannerschnitten werden als Dankeschön an unsere Helfer verteilt", erklärte der Marketingleiter. Zusätzlich verdoppelt Manner die Menge noch einmal und spendet sie an die SOS Kinderdörfer. "Natürlich nicht alle auf einmal", versicherte der Marketingleiter. Wird der Vorrat knapp, liefere man dann jederzeit gerne nach.