Erstellt am 18. September 2014, 15:26

So bleibt’s länger frisch. Wie Gemüse richtig gelagert wird, vom Paradeiser bis zur Gurke. Richtige Aufbewahrung ist für Obst und Gemüse gleichermaßen wichtig.

 |  NOEN, Desiree Haselsteiner
Samstag, 16.45 Uhr, und man braucht noch Lebensmittel? Solch Kurzschlusseinkäufe arten meist in wahllose Masseneinkäufe aus. Zu Hause kommt dann das große Erwachen. Wohin mit all dem Eingekauften?

Im Kühlschrank ist sicher alles am besten aufgehoben – denken sich vielleicht viele, und am nächsten Tag ist der Salat welk, das Gemüse schrumpelig und das Obst schmeckt nicht mehr. Der Grund: Speziell Obst und Gemüse benötigen unterschiedliche Aufbewahrungsorte, um möglichst lange frisch zu bleiben, verrät das Lebensministerium.

Obst nicht gemeinsam mit Gemüse lagern

Denn: Obst und Gemüse vertragen sich nicht. Schuld daran ist das Pflanzenhormon Ethylen. Speziell von Äpfeln wird dieses Hormon abgesondert. Dieses verursacht vor allem bei Gemüse, dass es zu schnell reift und ungenießbar wird.

Das beliebteste Gemüse der Österreicher ist der Paradeiser, gefolgt von Erdäpfeln, Paprika, Gurke und Zwiebelgemüse. Das Schlusslicht hingegen bilden der Karfiol, Brokkoli und das Kraut. Die Paradeiser werden in verschiedenen Sorten, Formen und Farben angebaut und sind laut Ernährungswissenschaftlern sehr nahrhaft und gesund.

Doch wie lagert man Paradeiser richtig? Zuallererst muss man wissen, dass der Kühlschrank tabu ist. Weil: Paradeiser reifen ein bis zwei Tage nach, und dieser Prozess wird im Kühlschrank unterbrochen.

Ganz anders verhält es sich mit dem Erdapfel. Dieser sollte möglichst dunkel und kühl gelagert werden. Da Erdäpfel bei Lichteinfall vergrünen und alle grünen Teile der Pflanze das giftige Solanin enthalten, ist die Dunkelheit sehr wichtig.

Wohingegen sich Paprika als unkompliziert und praktisch erweisen. Diese bei kühler Temperatur lagern, jedoch nicht im Kühlschrank. Den Paprika vor dem Verzehr besonders gut waschen, da er meist pestizidbelastet ist, so das Lebensmittelministerium.

Tückisch wird es bei der Aufbewahrung von Salat. Da es viele verschiedene Sorten gibt und jede Sorte an und für sich eine „extra Behandlung“ braucht, ist der beste Tipp bei 5 Grad Celsius im Kühlschrank lagern. Dort bleibt er circa fünf Tage frisch. Besonders günstig für eine lange Haltbarkeit wäre eine hohe Luftfeuchtigkeit, die normalerweise ein Gemüsefach im Kühlschrank bietet.

Da in der österreichischen Küche Zwiebeln und Knoblauch in vielen Gerichten enthalten sind, muss eine einwandfreie Lagerungskette dafür gewährleistet sein. Ideal für Zwiebeln und Co. sind Tontöpfe mit luftdurchlässigem Deckel. Dort können sie ungehindert über Wochen konserviert werden.

Besser frisches Obst und Gemüse kaufen

Tipp: Nicht nur auf den Einkaufszettel achten. Kaufen Sie frisches und saisonales Gemüse. Idealerweise vom Wochenmarkt. Denn: Viele Gemüse- und Obstsorten werden aus fernen Ländern importiert und haben bereits eine lange Reise hinter sich, bis sie ins Kühlregal gelangen.

Im Laden liegen diese noch weitere Tage, bis sie im Einkaufswagen landen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den richtigen Aufbewahrungsort für jede Gemüsesorte zu kennen. Mehr Infos zum Thema „Richtiges Lagern von Gemüse“ unter www.lebensmittelministerium.at