Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Aufsteiger auch im ÖFB-Cup vertreten. BFV-CUP / Der SV Sankt Margarethen ist nicht zu stoppen. Nach der Landesligarückkehr startet man nun auch im Cup.

Cupsieger. Markus Pinter (l.) und Alexander Petermann (r.) taten sich im Endspiel gegen Welgersdorf lange Zeit schwer, ehe Alexander Gartner seine Mannschaft mit dem 1:0 erlöste. PLATTENSTEINER  |  NOEN
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VON MARTIN PLATTENSTEINER

Mit zwei knappen Siegen heimste der Landesligarückkehrer nun auch das Ticket für den ÖFB-Cup ein. Unter der Regie von Co-Trainer Stefan Lackner (Boss Pepi Degeorgi weilte als ÖFB-Beobachter beim Ländermatch Kasachstan gegen Aserbaidschan) gelang der nächste große Wurf.

Im ersten Semifinalspiel ging Rohrbach durch einen Kopfballtreffer des kleinsten Spielers - Dominik Krammer - in Führung. Doch Cup-Spezialist Welgersdorf (Sieger 2000 und 2004) rettete sich durch einen Freistoßtreffer von Laszlo Simon ins Penaltyschießen, in welchem Keeper Peter Racz drei Elfmeter hielt.

Die Überraschung war somit perfekt. In der darauffolgenden Partie schien alles für die Gastgeber aus Sankt Margarethen zu laufen. Gerald Schneider aus einem Elfmeter und Thorsten Lang sorgten nach nur vier Minuten für eine komfortable Führung. Die aber rasch wieder vergeigt wurde, denn Marin Nimac und Andreas Brezovich glichen für den stark spielenden SV Rechnitz aus. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der flotte Gerald Schneider wiederum war es, der noch im ersten Spielabschnitt den Siegestreffer für seine Truppe erzielte.

Das Penaltyschießen um den dritten Rang verlief dann lustlos und lähmend, Rechnitz darf sich ab sofort mit einer Bronzemedaille schmücken.

Im anschließenden Finale überwog zunächst die Taktik. Welgersdorf verteidigte geschickt und lauerte auf Konterangriffe. Raum dafür gab es nur selten, denn die Sankt Margarethener nisteten sich in der Welgersdorfer Spielhälfte ein. Lang, Bernscherer und Schneider agierten im Abschluss entweder zu lasch oder unglücklich. Die Kugel über die Linie zu tragen - das war gegen eine aufopfernd kämpfende Welgersdorfer Truppe dann doch zu wenig. Coach Lackner brachte zur Halbzeit Alex „Zünder“ Gartner und somit frischen Wind in den Angriffswirbel. Der Youngster ersparte dann seinen Mannschaftskollegen die Dramatik eines drohenden Elferschießens und netzte vier Minuten vor Abpfiff zum 1:0 ein.