Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Bitterer Ausschluss für Abwehrchef. Rote Karte / Schiedsrichter Albert Wandl verwies Purbachs Bernd Kaintz nach 34 Minuten wegen einer Tätlichkeit des Platzes. Von Philipp FrankHORITSCHON - PURBACH 0:0.

Fokusiert. Sowohl der Horitschoner Marco Ponweiser (l.), als auch der Purbacher Dominik Friedl (r., er stammt aus dem mittelburgenländischen Lindgraben) wollten ans Leder. Foto: Otto  |  NOEN, Otto

Mit dem torlosen Remis können die Purbacher vermutlich besser leben als die Hausherren. Diese waren allerdings gut mit dem Unentschieden bedient und konnten sich bei Schlussmann Joe Wessely bedanken, dass er seinen Kasten sauber hielt.

Purbach legte wieder einen couragierten Auftritt in der Fremde an den Tag, musste aber nach etwas mehr als einer halben Stunde ohne Abwehrchef Bernd Kaintz auskommen.

Der sah in der 34. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. „Offenbar soll ein Ellbogen im Spiel gewesen sein. Deshalb wurde er ausgeschlossen – zuerst meinte Schiedsrichter Wandl, dass er wegen Torraubs ausgeschlossen wurde. Doch da standen noch zwei Spieler dahinter – auf einmal war der Ellbogen auch dabei“, wunderte sich Purbachs Trainer Günther Schiffer. Das Beunruhigendere für den Coach war aber die Tatsache, dass nur ein Hauptschiedsrichter und ein Assistent eingeteilt worden sind.

Mit komplettem Kader gegen „Prügelknaben“ 

„Das ist eine Bankrotterklärung für den BFV, wenn sie nicht einmal fähig sind, acht Spiele der höchsten Liga des Landes mit drei Schiedsrichtern zu besetzen. Da müssen sie sich was einfallen lassen.“

Sportlich tat sich nicht allzu viel auf dem Rasen. „Wir haben uns auch mit einem Mann weniger sehr gut gehalten“, meinte der Sportliche Leiter Adi Steindl. Matthias Grassl und Aleksandar Marinkovic fehlten dem UFC-Trainer in Horitschon.

Beide saßen ihre Sperre ab. In der 82. Minute vergab Balasz Granat die größte Chance für Purbach, doch er scheiterte alleine gegen Joe Wessely. Der heranstürmende Patrick Mozelt schoss den Nachschuss auch vorbei.

Nun ist am Freitag (19.30 Uhr) „Prügelknabe“ Buchschachen zu Gast. „Da ist ein Heimsieg Pflicht“, fordert Adi Steindl. Nur Trainer Günther Schiffer warnt vor einem Selbstfaller: „In diesen Spielen kann man nur verlieren. Buchschachen wird mit acht Mann verteidigen. Wir brauchen ein schnelles Tor, sonst wird es immer schwerer.“