Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

„Das war ein hartes Stück Arbeit“. UFC Purbach / Die Schiffer-Elf brachte in Stinatz in Unterzahl einen knappen 1:0-Vorsprung – dank Balasz Granat – über die Zeit. Von Philipp Frank

Nach dem jüngsten Derbysieg gegen Winden konnte die Schiffer-Truppe auch in Stinatz den Erfolgslauf fortsetzen. Dabei war der knappe 1:0-Erfolg mehr als hart erkämpft. Die ersten 45 Minuten waren ziemlich höhepunktarm. Dafür überschlugen sich nach dem Seitenwechsel nur so die Ereignisse.

In der 49. Minute erlebte Purbachs Kapitän Stephan Helm ein Déjá-vu. Nach einem Zweikampf mit Stinatz-Stürmer Kujundzija im Strafraum entschied Schiedsrichter Windisch auf Elfmeter und zeigte Helm als letzten Mann die rote Karte.

„Das ist langsam ein Wahnsinn. Die beiden Spieler sind gemeinsam in Richtung Tor gelaufen. Der Stürmer hat sich einfach fallen lassen und laut geschrien“, ärgerte sich Purbach-Trainer Günter Schiffer, und fügte an: „Es war wie in Marz: Schiedsrichter Windisch zeigte Helm in der gleichen Minute wegen der gleichen Situation die rote Karte – ich weiß nicht, was er gegen ihn hat!“ Der Gefoulte trat selbst an, Purbach-Keeper Leo Höppel parierte allerdings den Elfmeter. Danach ging es ständig hin und her.

Schiffer: „Die Devise lautet nicht verlieren“ 

 

Der eingewechselte Andi Strommer war es letztlich, der Balasz Garant mit einem Traumpass auf die Reise schickte. Der Ungar versenkte den Ball eiskalt im langen Eck (76.). „Nach unserem Treffer haben die Stinatzer auf den Ausgleich gedrückt. Wir haben dadurch Räume bekommen, die wir aber nicht nutzen konnten. So haben wir den Sieg noch über die Zeit gerettet. Das war ein hartes Stück Arbeit, ein schwer erkämpfter Erfolg. Die kämpferische Leistung und der Wille haben diesmal gepasst“, resümierte Schiffer.

Auch der Sportliche Leiter Adi Steindl war vom Auftritt der Mannschaft begeistert: „Das war eine Topleistung. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert – vor allem in der Defensive – auch nach dem Ausschluss von Stephan Helm.“

Nun geht es am Freitag gegen Mitte-Aufsteiger Sigleß. „Ich habe das Team jetzt zweimal gesehen. Diese Truppe darf man nicht unterschätzen – im Gegenteil. Für mich gehören sie zu den besseren Mannschaften in der Burgenlandliga. Ich hoffe, wir können dort anschließen, wo wir gerade sind. Nicht verlieren lautete die Devise“, fordert Trainer Günter Schiffer, der auf den gesperrte Stephan Helm verzichten muss.