Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Der Konflikt geht in die nächste Runde. 2. KLASSE NORD / Beim SC Zagersdorf geht es momentan drunter und drüber. Nun legte der Vorstand sein Amt nieder.

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MICHAEL PINTER

„Wir haben letzte Woche mit dem Gang an die Öffentlichkeit ein Feuer entfacht, das wir im Moment nicht löschen können“, kommentiert Rudi Golubits die Geschehnisse rund um seinen SC Zagersdorf in der vergangenen Woche.

Zur Erinnerung: Obmann Golubits fühlt sich als Person von der Gemeinde Zagersdorf boykottiert, diese unterstütze den Verein daher nicht so, wie sie es könnte. Die Gemeinde will diese Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen und setzt sich nun zur Wehr. „Die Gemeinde Zagersdorf boykottiert niemanden, ganz im Gegenteil: Wir stehen hinter jedem Verein und jeder Person, die sich freiwillig in den Dienst des Zusammenlebens im Ort stellt“, so Gemeinderat Ivan Grujic. Auch die Kritik, dass von der Gemeinde keine Unterstützung komme, weist Grujic entschieden zurück: „In den letzten zehn Jahren bekam der Sportverein finanzielle Unterstützung von weit über 30.000 Euro. Außerdem übernahm die Gemeinde im Jahr 2007 eine Haftung von 70.000 Euro für die Errichtung der Sportanlage.“

Der Vorstand trat  geschlossen zurück

Aus diesen Gründen will sich die Gemeinde samt dem Gemeinderat folglich nicht schlechtmachen lassen. „Ich bin mir gar nicht sicher, ob in der Umgebung die Sportvereine in dieser Höhe unterstützt werden wie in Zagersdorf“, führt Grujic weiter aus.

Dennoch: Der Haussegen in Zagersdorf hängt schief. Das zeigte auch die am letzten Freitag stattgefundene Generalversammlung: Der ganze Vorstand um Golubits legte sein Amt nieder, wodurch der SC Zagersdorf nun vorerst offiziell führungslos ist. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann. Dadurch und durch den Zeitungsartikel letzte Woche sind einige Herren aufgewacht“, so Golubits weiter. Am 30. März folgt die nächste Generalversammlung, bei der neu gewählt werden soll. Bis dahin soll und muss sich einiges ändern. Zuallererst steht ein Gespräch mit Zagersdorfs Bürgermeister Helmut Zakall, der bis vor kurzem noch im Urlaub weilte, auf dem Programm. „Er ist meine erste Ansprechstation“, so Golubits.

Der Spielbetrieb sei vorerst nicht in Gefahr. „Auch wenn wir nicht mehr offiziell den Vorstand bilden, arbeiten wir weiter. Zum ersten Saisonspiel der Rückrunde werden wir bestimmt antreten können.“ Insgesamt soll der Spielbetrieb unter Golubits zumindest bis zum Ende der Saison aufrechterhalten werden.