Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Der nächste Wirbel. UFC Purbach / Nach dem Hick-Hack wegen der Güssing-Partie sorgte diesmal eine Schiedsrichterentscheidung für einen Aufreger. Von Philipp FrankPurbach feierte zum Saisonende einen glückliche 2:1-Heimsieg.

Beim Stand von 0:0 gab Referee Schneider ein reguläres Tor von Herbert Mihalits nicht. Der kleine Linksfuß zirkelte einen Freistoß ins Tor - klar hinter der Torlinie. Schiedsrichter-Assistent Roman Freismuth („der Ball war klar hinter der Linie“) zeigte dem Schiedsrichter Peter Schneider sofort Tor an, doch dieser zweifelte.

„Aus meiner Perspektive war es nicht ganz klar zu erkennen“, meinte der Referee. Nach Spielunterbrechung und Rücksprache mit dem Assistenten entschied Schneider auf kein Tor. „Roman Freismuth sagte mir, dass der Ball einen Meter hinter der Linie war. Das war für mich unglaubwürdig, weil dann der Tormann, der hinter dem Ball war, schon im Netz hätte liegen müssen. So habe ich dann auf kein Tor entschieden. Möglicherweise war es ein Fehler und wenn es einer war, dann tut es mir natürlich leid“, so Schneider. Goalie Leo Höppel ist sich sicher, „dass der Ball nicht hinter der Linie war“.

„In dieser Szene hatten wir großes Glück. Aber das fehlte uns in einigen Spielen im Herbst. Ich sage immer, im Leben kommt immer alles zurück – positiv oder negativ. Es war eine haarige Situation“, so Purbachs Sportlicher Leiter Adi Steindl.

„Wir wollten den Sieg einfach mehr!“ 

Die Gäste reagierten auf die Entscheidung sehr aufgebracht. Den Hausherren war es sichtlich egal, die diesmal taktisch sehr gut eingestellt in die Partie gegangen sind. Kapitän Stephan Helm folgte Offensivfreigeist Andi Walzer auf Schritt und Tritt. Burgenlandliga-Topscorer Marjan Markic wurde ebenfalls ständig gedoppelt. „Unser Trainer hat die Burschen optimal eingestellt. Wir wollten den Sieg einfach mehr als Draßburg. Wir hatten die gegnerische Offensive gut im Griff und ließen hinten nichts anbrennen“, resümierte Steindl weiter, fügte aber an: „Wir haben mit Glück gewonnen!“

Aleksandar Marinkovic brachte Purbach nach einem Abpraller in Führung - Keeper Christian Pfeiffer sah dabei nicht sehr glücklich aus. Nach einem Freistoß köpfelte Ofner den 1:1-Ausgleich. Andi Strommer nutzte einen Draßburger Ballverlust zu einem Konter und bediente alleine vor dem ASV-Schlussmann Christoph Wagentristl, der ins leere Tor einschob (80.).

Adi Steindl blickte auf den Herbst mit gemischten Gefühlen zurück: „Wir haben ein paar Punkte unnötig liegen lassen. Ich bin nicht ganz zufrieden, aber unzufrieden bin ich auch nicht!“ Die Purbacher machen noch mit dem Training bis 27. November weiter.