Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Doppelter Rückzieher. Frauenfußball / Die burgenländische Landesliga wird mit nur zwei Mannschaften ausgetragen. Neusiedl und Siget spielen nicht mehr mit.

Von Martin Ivansich und Angela Pfalz

Eigentlich hätten sich die Damenmannschaften aus Siget, Neusiedl, Neufeld und Mönchhof um den burgenländischen Landesmeistertitel matchen sollen. Siget hat dann einen Rückzieher gemacht und seine Truppe aus der Meisterschaft abgemeldet. „Anscheinend hatten sie zu wenig Spielerinnen“, so Klaus Weber vom Burgenländischen Fußballverband.

Eine Meisterschaft mit drei Vereinen war für Neusiedls Team zu wenig. Auch die Seestädterinnen zogen daraufhin ihre Mannschaft aus der Liga zurück. „Jede zweite Woche gegen Mönchhof und manchmal gegen Neufeld zu spielen, hat keinen Sinn. Da verlieren auch die Spielerinnen das Interesse. Für die Entwicklung der Mannschaft ist es mit Sicherheit besser, jede Woche Testspiele beispielsweise gegen Teams aus Wien oder Niederösterreich zu bestreiten“, so Neusiedl-Trainer Laszlo Dömös, der weiter ausführt: „Im Juli war eine Sitzung beim Fußballverband. Damals wurde gesagt, dass vier Mannschaften an der Meisterschaft teilnehmen. Siget war schon bei der Sitzung nicht anwesend.“

Für Klaus Weber sind die Leidtragenden nun die Damen aus Mönchhof und Neufeld. Denn diese beiden Vereine müssen die Meisterschaft zu Ende spielen. „Sonst würde es keinen Meister geben. Wie es aussieht, werden das die Mönchhoferinnen sein, und die wären dann nicht berechtigt, die Qualifikation für die 2. Frauenliga zu spielen“, erklärt Weber. Es werden nun nur noch die direkten Begegnungen zwischen Neufeld und Mönchhof ausgetragen. Alle anderen Spiele werden mit 0:0 und null Punkten gewertet.

Wenig begeistert von der Situation zeigt man sich in Mönchhof. „Wir haben versucht, mit den Neusiedlern zu reden. Wir werden die Meisterschaft zu Ende spielen und so viele Testpartien wie möglich bestreiten“, so Mönchhofs Sektionsleiterin Lisa Haubenwallner.