Erstellt am 01. Juni 2016, 14:39

von Philipp Frank

Ein endgültiger Abschied. Am Montagabend konnte Jochen Lehner, Obmann des SV Sankt Margarethen, in einer Vorstandssitzung noch zum Rücktritt vom Rücktritt überredet werden.

 |  NOEN, Bernhard Fenz

Wie die BVZ in der aktuellen Printausgabe berichtet, wollte der Vereinsboss nach Vandalenakten (sein Auto und die Fassade des Sportplatzes wurden beschädigt) und Hasstiraden gegen seine Person alles hinschmeißen, konnte dann aber nach einem echten Sitzungsmarathon doch noch zum Weitermachen überredet werden.

Am Mittwoch hat er aber seine Meinung geändert und teilte per Facebook seinen Rücktritt als Obmann des SV Sankt Margarethen zurück, wie er postete: „Heute ist der Tag, wo die Vernunft über den Verstand gesiegt hat. All die Dinge, glaubten so manche Leute, laufen nach dem Ende der Sitzung wie gewohnt weiter und das in ganz alter Manier. Einige haben den Ernst der Lage nicht erkannt. Hier geht es nicht darum, dass wir unbedingt schauen müssen die BVZ Burgenlandliga zu halten, sondern darauf achten sollten, dass der Verein für die Zukunft überlebensfähig ist“, schreibt Lehner.

"Dem Fußball bleibt mein Herz weiter erhalten"

Er fügte noch hinzu: „Schlussendlich gehört nicht nur ein Obmann her, sondern umso wichtiger ist einen Verein, wie der Sportverein Sankt Margarethen nur mit einem Hauptsponsor und weiteren großen Gönnern zu führen. Dazu gehört auch, dass nicht nur alle Funktionäre und Mitglieder diesen Weg positiv nach außen tragen, sondern auch der Gutwill der politischen Gemeinde. Ich weiß schon, dass es unsere Gemeinde auch nicht immer leicht hat mit den Finanzen. Aber nach all den Vorkommnissen wäre es auch schön gewesen, wenn sich unser Bürgermeister einmal persönlich bei mir zu Wort gemeldet und zu dem Ganzen Stellung bezogen hätte.“

Abschließend meinte das scheidende Vereinsoberhaupt noch: „Hiermit halte ich fest, dass mit dem heutigem Tage auch die Meldung an die Vereinsbehörde getätigt wurde und eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen ist. Dem Fußball bleibt mein Herz weiter erhalten, aber in meiner Heimatgemeinde ziehe ich mich nicht nur vom Fußball in allen Belangen mit sofortiger Wirkung zurück. Auch den anderen Vereinen kündige ich allen die zugesagten Sponsorings und Unterstützungserklärungen auf.“

Wie es nun in der Opernfestspielgemeinde weitergeht, ist noch unklar. Seitens der Vereinsleitung konnte noch keine Stellungnahme eingeholt werden.