Erstellt am 28. November 2012, 00:00

„Ein nachhaltiger Weg, der Früchte tragen wird“. SV Sankt Margarethen / Nach der Trennung von Josef Degeorgi übernimmt nun Rolf Landerl das Trainerzepter am Greaboch. Als Spieler soll er nur mehr im Notfall zum Einsatz kommen. Von Philipp Frank

Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern, dass der neue Trainer beim SV Sankt Margarethen wohl aus den eigenen Reihen kommen wird. Abwehrchef Marcus Pürk und Allrounder Rolf Landerl sind beide ausgebildete Trainer. Die Wahl der Vereinsverantwortlichen fiel dabei auf den 37-Jährigen Landerl. „Wir haben lange überlegt, und uns dann für die sinnvollere Lösung entschieden. Rolf war unser Wunschkandidat und auch logische Lösung. In erster Linie aber wollten wir keinen Spielertrainer. Das wäre bei Marcus Pürk nicht gegangen. Den können wir aus der Abwehr nicht herausnehmen beziehungsweise ersetzen“, begründete Obmann Gerhard Petermann die Entscheidung.

„Wir erwarten uns mit ihm einen neuen Kick“ 

Sowohl Landerl als auch Pürk haben alle Trainerprüfungen abgelegt. „Wir erwarten uns mit ihm einen neuen Kick. Ein frischer Wind ist immer interessant. Wir wollen unseren Zuschauern wieder besseren Fußball bieten und hoffentlich uns auch in der Tabelle verbessern“, so Petermann.

Der 37-Jährige gebürtige Wiener soll also künftig nur mehr als Trainer an der Seitenlinie Anweisungen geben. „Außer es ist Not am Mann. Dann springe ich noch einmal in die Bresche“, betonte der, jetzt in Oberwaltersdorf lebende, Neo-Coach, und blickt auch mit einem weinenden Auge auf das Ende seiner Spielerlaufbahn zurück. „Natürlich hätte ich die Saison noch gerne zu Ende gespielt. Danach wäre vermutlich sowieso Schluss gewesen und ich hätte dann erst die Trainerlaufbahn einschlagen wollen. So geht es jetzt halt ein wenig schneller“, meinte Rolf Landerl.

Zwei Spieler gehen,  zwei Spieler kommen

Der neue Cheftrainer sammelte schon bei der Admira erste Erfahrungen im Coachingbereich. „Ich bin dort als Individualtrainer zwei bis dreimal die Woche bei den Juniors und der U15 im Einsatz. Aber ich muss das überdenken, ob sich das alles ausgehen wird. Jetzt ist ja noch Pause“, so der Niederösterreicher weiter.

Das Ziel für das Frühjahr ist klar definiert: „Mit dieser Qualität wollen wir den Anschluss an die oberen Tabellenplätze wieder schaffen.“ Landerl soll dabei vermehrt den Sankt Margarethener Weg gehen. „Ich finde das echt gut und lobenswert und stehe voll hinter diesem Projekt. Es ist ein nachhaltiger Weg, der sicher Früchte tragen wird. Im Nachwuchsbereich und der U23 gibt es ein paar Kandidaten, die den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen können“, so der 37-Jährige.

Nicht mehr im Frühjahr dabei sein werden Michael Gerdenitsch (Rohrbach) und Markus Pinter (noch unbekannt). Dafür kehren mit Michael Migschitz (Neudorf) und Florian Scheuhammer (Wulkaprodersdorf) zwei Torleute wieder zum SV Sankt Margarethen zurück.

Hallenturniere haben die Blau-Weißen keine geplant, die heuer noch zweimal trainieren, dann bis 13. Jänner pausieren.