Erstellt am 30. Oktober 2013, 10:23

„Geht in Ordnung“. 2. Klasse Nord | Ein Spieler wird wegen einer Facebook-Beschwerde gesperrt und bestraft. Korrekt? Die BVZ holte dazu Meinungen ein.

Dragan Kunkic, Obmann des FC Großhöflein.  |  NOEN
Von Martin Ivansich

FUSSBALL | Nach der 0:3-Niederlage seines Klubs gegen Wulkaprodersdorf schickte Zillingtal-Kicker Dominik Pöpperl über Facebook eine nicht druckreife Beschwerde an den BFV. Vor allem Verbandsfunktionäre, Schiedsrichter und die Besetzer bekamen ihr Fett ab (siehe dazu den oder in der Neusiedler BVZ, Seite 91).

Bezirks-Umfrage: Großhöflein-Obmann findet Strafe angemessen

Das Urteil sorgt für Diskussionsstoff: 1.500 Euro Strafe für den Verein – er kann sich in weiterer Folge intern beim Spieler schadlos halten – beziehungsweise zwölf Spiele Sperre für den Kicker. Die BVZ sprach mit aktiven Funktionären aus der Region zum Thema.

Dragan Kunkic, Obmann vom FC Großhöflein, findet die Strafe für die schriftlichen Fouls an sich angemessen: „Der Verein hat ja die Möglichkeit, sich das Geld vom Spieler wieder zurückzuholen. Grundsätzlich muss ich einmal sagen, dass die Strafe in Ordnung geht. Ich kenne den Inhalt der Nachricht – und so etwas kann man einfach nicht tolerieren.“

Apetlons Koppi entsetzt, dass der Verein zum Handkuss kommt

Walter Suttner, der im Beirat des SC Zillingtal sitzt, sieht die Situation so: „Ich denke, dass ein Verein im und meinetwegen auch eine gewisse Zeit nach dem Spiel für das Verhalten eines Spielers zur Rechenschaft gezogen werden kann, aber Stunden danach?“

Ähnlich sieht es Josef Koppi, Obmann des SC Apetlon: „Für mich ist das ein Wahnsinn, dass der Verein hier zum Handkuss kommt. Was ein Spieler in seiner Freizeit macht, dafür kann ja der Klub an sich nichts. Die Höhe der Strafe finde ich jedenfalls sehr hoch, weil ich nicht glaube, dass sich der Verein vom Spieler das Geld zurückholen kann.“