Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Gmasz tritt zurück. 2. Liga Nord / Für Nickelsdorfs Trainer Gerhard Gmasz war ein „Weiterarbeiten nicht möglich“.

Am Sonntag gab Nickelsdorf-Trainer Gerhard Gmasz seinen Rücktritt bekannt. „Es sind in der letzten Woche vereinsintern Dinge passiert, mit denen ich mich nicht identifizieren kann und die ein Weiterarbeiten als Trainer für mich nicht mehr möglich machen. Näheres soll aber intern bleiben“, so Gmasz.

Es dürften aber keine sportlichen Gründe gewesen sein. „Was das betrifft, übergebe ich nach fast zwei Jahren Trainertätigkeit eine Mannschaft mit guten Fußballern, die auch charakterlich schwer in Ordnung ist“, meint Gmasz.

Einige dieser guten Fußballer unterlagen einen Tag davor dem abstiegsgefährdeten UFC Tadten mit 0:6. Wie es dazu kam?

Obmann Gerhard Zapfl und Sektionsleiter Robert Lebmann sehen in den Ausfällen die Schuld an dem Ergebnis. „Noch dazu hat der Schiedsrichter drei Abseitsstellungen nicht gepfiffen und zwei fragwürdige Elfmeter gegeben. Wir mussten dann auch noch Libero Pejic rausnehmen, weil er Gelb-Rot gefährdet war“, so Lebmann, der sich vom Rücktritt des Trainers enttäuscht zeigt: „Er ist jetzt frustriert. Seine Entscheidung muss man aber akzeptieren.“

Von internen Differenzen hört man seitens des Vereins übrigens nichts. Unklar ist auch, wer Gmasz nachfolgen wird. In den letzten Tagen leiteten Martin Cestnik und Jan Racz das Training.

Gmasz kam am Montag noch mal vorbei, um sich zu verabschieden. „Ich möchte mich bei Sektionsleiter Lebmann, Co-Trainer Weisz und den Kapitänen Pammer und Cestnik bedanken, mit denen sich aus der Zusammenarbeit heraus eine gute Freundschaft entwickelt hat“, verlässt Gmasz den Verein mit einem lachenden und einem weinenden Auge.