Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Großer Schritt ins Licht. JIU JITSU / Oliver Haider trat aus dem Schatten seines Teamkollegen Matthias Gastgeb und kürte sich zum Vizeweltmeister.

VON MICHAEL PINTER

Normalerweise ist es der amtierende Europameister Matthias Gastgeb, der bei großen internationalen Turnieren für positive Schlagzeilen und Aufsehen sorgt. Bei der Jiu Jitsu-Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland schlug aber die große Stunde seines Teamkollegen Oliver Haider.

Der Kämpfer des Jiu Jitsu Clubs „Vila Vita Pannonia“ Wallern bot in der Fighting-Klasse bis 62 Kilogramm eine außergewöhnliche Leistung und errang sensationell die Silbermedaille.

Nach einem „Full Ippon“-Sieg in der ersten Runde gegen den Esten Andres Gribovski folgte das wohl spannendste Duell im Laufe des Turniers. Gegen den Schweden Christian Karlsson setzte sich Haider schließlich knapp mit 10:9 durch. Nun wartete der Weltranglisten-Führende Francisco Garcia.

Erst im Finale  war Endstation

Auch der starke Spanier war an diesem Tag kein Hindernis für den topmotivierten Burgenländer – Haider siegte mit 5:3 und zog ins Halbfinale ein, wo er mit dem Deutschen Gerhard Mende kurzen Prozess machte (12:2).

Im Finale kam es zum klassischen Duell Favorit gegen Außenseiter, das schließlich aber nicht hollywoodreif endete. Besagter Favorit, der amtierende Weltmeister und russische Lokalmatador Pavel Korzhavykh, ließ Haider keine Chance und holte sich den Sieg. Der Vizeweltmeistertitel ist dennoch der größte Erfolg in Haiders Karriere.

Am zweiten Wettkampftag war schließlich angesprochener Matthias Gastgeb an der Reihe. In der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm startete der Europameister nach einem Freilos in der ersten Runde mit einem „Full Ippon“-Sieg gegen den Mexikaner Cesar Emiliano Escalona. Die Goldträume zerplatzten allerdings wenig später nach einer Niederlage gegen den späteren Weltmeister Tomasz Krajewski aus Polen. Im kleinen Finale folgte erneut eine Niederlage, was zu guter Letzt Platz fünf bedeutete.

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