Erstellt am 22. Mai 2013, 00:00

Haller übernimmt ab dem Sommer. Trainerwechsel in Purbach / Die Katze ist aus dem Sack. Der Niederösterreicher Andreas Haller (31) folgt Günther Schiffer nach. Von Philipp FrankSIGLESS - PURBACH 0:1. Das Resultat war an diesem Wochenende fast nur nebensächlich. Balasz Granat brachte mit seinem 19.

Wohin zieht es den aktuellen Purbach-Trainer Günther Schiffer nach dem Ende der Saison?  |  NOEN

Von Philipp Frank

SIGLESS - PURBACH 0:1. Das Resultat war an diesem Wochenende fast nur nebensächlich. Balasz Granat brachte mit seinem 19. Saisontreffer – nach einer tollen Einzelaktion – Purbach wieder auf die Siegerstraße. „Es war eine gute Partie. Sigleß hat brav dagegen gehalten, die Mannschaft hat aber nur das Notwendigste für den Sieg gemacht“, so Purbachs Sportlicher Leiter Adi Steindl, der nach dem Match bereits den Namen des neuen Cheftrainers verraten hatte, der Günther Schiffer nach Saisonende beerben wird. „Der neue Coach ab Sommer ist Andreas Haller“, so Steindl.

„Richtiger Mann für den Purbacher Weg“

Der erst 31-jährige Langenzersdorfer ist sich schon länger mit Purbach einig. „Wir kennen ihn schon lange. Er war vor Jahren mit dem U17-Nationalteam als Teammanager bei einem Spiel in Purbach und dort kamen wir ins Gespräch. Der Kontakt ist seitdem nie abgerissen“, berichtete Adi Steindl vom Engagement seines Wunschtrainers. Haller studierte Sportwissenschaften und ist Lehrer an der FH in Wiener Neustadt für den Studiengang „Training und Sport“.

Aktuell ist er noch Betreuer in Ernstbrunn (1. Klasse Nord-West in Niederösterreich), ist Tabellenführer mit sieben Punkten Vorsprung und voll auf Meisterkurs. Neben Ernstbrunn war er auch schon in Enzersfeld tätig. „Ich hatte schon früher die Möglichkeit nach Purbach zu gehen, doch meistens scheiterte es immer daran, dass ich noch irgendwo engagiert war“, so Haller, der seinen Neo-Kickern schon einige Male auf die Beine geschaut hat.

Beim UFC will er den jungen Weg fortsetzen: „Wir wollen künftig die Nachwuchsarbeit so gut gestalten, dass wir die eigenen Talente in die Kampfmannschaft einbauen können – das ist das erste Ziel. Natürlich soll die sportliche Entwicklung auch weiter vorangetrieben werden und die Mannschaft soll sich im oberen Tabellendrittel etablieren.“

Andreas Haller war nicht der einzige Kandidat auf den Trainerjob in Purbach. Auch Harald Toth war ein Mitanwärter. „Nach langen Überlegungen und Gesprächen mit Toth war dieser nach seiner langen Neusiedl-Zeit aber noch nicht bereit für eine neue Trainerfunktion“, so Adi Steindl, der voll von Neo-Coach Haller überzeugt ist: „Er ist der richtige Mann für den Purbacher Weg. Zudem kennt er durch seinen Job an der Fachhochschule auch einige junge Talente.“

Revanchegelüste gegen Güssing

Der aktuelle Purbach-Trainer Günther Schiffer hatte ja bereits zu Saisonbeginn seinen Rücktritt zu Meisterschaftsende bekannt gegeben. „Ich kenne den neuen Betreuer nicht, wünsche ihm aber viel Glück – wie dem ganzen Verein“ so Schiffer. Ob er sich ein weiteres Engagement als UFC-Coach hätte vorstellen können? „Mit mir hätte man nur planen können, wenn der Verein hinauf wollte. Ich brauche Ziele – entweder Meister- oder Abstiegskampf. Ich hatte tolle zwei Jahre hier, aber nur im vorderen Drittel mitzuspielen, ist mir zu wenig“, meinte der scheidende Trainer.

Sportlich geht es am Freitag gegen Güssing weiter. Die 2:5-Pleite aus dem Herbst ist noch nicht vergessen. „Ich hege große Revanchegelüste für das Theater, das damals abgehalten worden ist – Platz nicht bespielbar, Spiel auf Dienstag verschoben, etc. Das Team und der Trainer brennen auf eine Revanche“, so Purbachs Sportlicher Leiter.