Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Kampagne gegen Gruber. FUSSBALL / Wiener Neustädter „Fans“ hetzen gegen den Manager des Bundesligisten SC Wiener Neustadt, den Neufelder Alexander Gruber. Er überlegt rechtliche Schritte.

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VON PETER GRUBER & FRITZ HAUKE

Es gibt im Profi-Fußball derzeit wohl einfachere Jobs als den des Managers des SC Wiener Neustadt. Gemeinsam mit den Vizepräsidenten Manfred Rottensteiner und Peter Peninger muss der Neufelder Alexander Gruber einen Weg finden, ohne Stronach-Millionen in der Bundesliga zu überleben.

An der Basis kommen seine Bemühungen aber offenbar nicht allzu gut an. Schon vor Wochen tauchte ein Schreiben auf, in dem Gruber hart dafür kritisiert wird, dass er bei diversen Aktionen Karten für die SC-Spiele verschenkt.

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Gruber will Kampagne  nicht überbewerten

Jetzt gehen einige einen Schritt weiter. In Internet-Foren wird gegen den Neufelder mobil gemacht und im Wiener Neustädter Innenstadtlokal Clumsy´s verteilten „Fans“, die sich als WNSC-Ultras zu erkennen gaben, vergangene Woche Aufkleber. „Gruber raus“ und „A. Gruber verpiss Dich, keiner vermisst Dich!“ ist darauf zu lesen. Ganz erklären kann sich Gruber die Abneigung nicht: „Ich glaube, es ist mehr positions-, als personenbezogen. Übel wird mir sicher auch das Pyroverbot genommen.“ Überbewerten wolle er die Sache nicht, juristischen Rat habe er aber eingeholt. „Schließlich kann ich mir nicht alles bieten lassen“, so Gruber. Sollten die Angriffe weitergehen und noch beleidigender werden, könnte es auch ein gerichtliches Nachspiel geben.