Erstellt am 19. November 2014, 09:14

von Martin Ivansich

Trimmel will den EM-Titel verteidigen. Nicole Trimmel holte kürzlich ihren ersten EM-Titel im Vollkontakt. Nun steht die Titelverteidigung im Leichtkontakt an.

Nicole Trimmel.  |  NOEN, Privat
Vor drei Wochen triumphierte die Osliperin Nicole Trimmel in Bilbao erstmals bei einer Europameisterschaft im Vollkontakt. Nur kurz durfte die mehrfache Weltmeisterin durchschnaufen, denn in dieser Woche steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm.

Die Reise geht für die Burgenländerin nach Maribor (Slowenien), wo sie den Europameisterschafts-Titel im Leichtkontakt verteidigen will. Vom Begriff „Leichtkontakt“ darf man sich nicht verwirren lassen, denn in Slowenien wird es ordentlich zur Sache gehen und Trimmel erwartet starke Konkurrenz.

Umstieg von Ring auf die Matte

Weltmeisterin Trimmel erklärt den Unterschied zwischen Voll- und Leichtkontakt: „Beim Vollkontakt steigt man in den Ring, Leichtkontakt findet auf der Matte, dem sogenannten Tatami, statt. Auf die Intensität der Kämpfe hat das aber keinen Einfluss. Denn auch wenn auf der Matte etwas weniger hart geschlagen werden darf, kommt die Intensität über die höhere Schlagfrequenz wieder zurück ins Spiel. Ein Hauptunterschied besteht darin, dass man seine Gegnerinnen auf der Matte nicht an die Seile drängen kann. Das führt dazu, dass man sich im Leichtkontakt mehr bewegen muss.“

Zudem führte die Osliperin noch weiter aus: „In der Regel wird im Leichtkontakt viel öfters geschlagen und gekickt, was die Fights dynamischer, aber nicht weniger anstrengend macht als im Vollkontakt. Die Kunst ist für mich jetzt vom wirkungsorientierten Vollkontakt zum rein punktorientierten Leichtkontakt zu wechseln. Denn zu harte Schläge können Punktabzüge und sogar eine Disqualifikation nach sich ziehen.“