Erstellt am 23. Juli 2014, 11:32

von Christopher Schneeweiß

„Ich wurde selten so gut aufgenommen“. Florian Kremser kam in der Übertrittszeit von den Parndorf Amateuren zum Liganeuling – und hat viel vor.

Florian Kremser bereute seinen Wechsel von Parndorf nach Wimpassing bislang nicht.  |  NOEN, privat
Er ist Fußballer, kommt aus Schwechat und startet in Burgenland so richtig durch. Die Rede ist von Florian Kremser. Vor genau zwei Jahren wurde er vom SC/ESV Parndorf verpflichtet. Im Mittelfeld sollte der Braustädter der 1B neue Flügel verleihen.

Ex-Coach: „War sicher der wertvollste Mann bei uns“

Rasch stellte sich bei dem 26-jährigen Schwechater heraus, dass er einen energischen Zug aufs Tor hat. Und so wurde Kremser schließlich oftmals als Sturmtank der Parndorfer Amateure eingesetzt.

In der Vorsaison war er mit Abstand der beste Kicker bei den Parndorfer Amateuren, die sich in einer fabelhaften Saison zum Meister kürten. Vor Kurzem wurde er von den Trainern der Liga in einer BVZ-Umfrage zum Spieler der Saison gewählt.

„Er war sicher der wertvollste Mann bei uns“, meinte auch Coach Richard Slezak, der gar nicht richtig glauben konnte, dass Kremser die Parndorfer am Ende der Saison verlassen würde. „Ich war frustriert“, verriet Kremser der BVZ. „Ich wollte nach dieser Saison unbedingt in den Ostliga-Kader. Leider haben mich die Parndorfer dort nicht gebraucht.“

Wimpassing holte sich Flo Kremser an Bord

Nun suchte der Offensivmann eine neue Bleibe und wurde wiederum im Burgenland fündig: Neo-Landesligist Wimpassing sicherte sich die Dienste von Kremser. Wie es zu dem Deal kam? „Wimpassing-Coach Robert Haager ist quasi mein Nachbar in Schwechat. So kamen wir schnell ins Gespräch“, erläuterte Kremser, der nun mit einigen Kickern aus der Region, wie beispielsweise Ex-Schwadorfer Rene Munterl oder Ex-Götzendorfer Ronald Weigl zusammenspielt.

Sein erster Eindruck von dieser Truppe? „Viele alte Haudegen. Ein Kontrastprogramm zu Parndorf, wo ich fast der älteste Spieler war“, schmunzelte Kremser. „Das Klima ist aber gigantisch. Ich wurde selten so gut aufgenommen.“ Übrigens: Die SV Schwechat ist für Kremser kein Thema. „Ich möchte einmal wieder in der Ostliga spielen. In Schwechat aber nicht, dazu stehe ich.“

Hintergrund sind Ungereimtheiten mit seinem Ex-Klub, die er aber nicht weiter erörtern wollte.