Erstellt am 20. Mai 2015, 07:59

von Martin Ivansich

Kurios: Spiel endete nach 50 Minuten . Aus einem klaren 4:0-Sieg für Gattendorf gegen den ASV Nickelsdorf wird nun ein Nachspiel beim BFV.

Schiedsrichter Manuel Gregorits brach nach 50 Minuten das Spiel in Gattendorf ab. Foto: Philipp Frank  |  NOEN, Philipp Frank
Nichts deutete beim Meisterschaftsspiel zwischen Gattendorf und Nickelsdorf auf ein vorzeitiges Ende hin. Die Hausherren führten nach 50 Minuten 4:0, Schiedsrichter Manuel Gregorits zückte bis dahin nicht einmal eine Gelbe Karte.

Nach einem Duell zwischen Nickelsdorfs Balasz Granat und Gattendorf-Tormann Andreas Bacher ließen sich beide Spieler zu Tätlichkeiten hinreißen und sahen dafür die Rote Karte.

„Wurde viel zu schnell abgebrochen“

Diese beiden Entscheidungen waren auch für den anwesenden ehemaligen Nickelsdorfer Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Falb absolut richtig, der Abbruch hingegen war für ihn fragwürdig: „Es hat einfach keinen Grund für den Abbruch gegeben. Bis dahin war die Schiedsrichterleistung sehr gut, die beiden Roten Karten gingen auch absolut in Ordnung. Danach wurde aber viel zu schnell abgebrochen, vor allem auch deshalb, weil eigentlich gar nichts passiert ist.“

Gattendorfs Obmann-Stellvertreter Robert Kovacs konnte die Situationen nur aus der Ferne beurteilen: „Man hat nur gesehen, dass der Nickelsdorfer Trainer nach den Ausschlüssen seine Spieler zu sich geholt hat, was dann mit dem Schiedsrichter kommuniziert wurde, habe ich erst danach erfahren.“

„Das ist für mich ein klarer Regelbruch“

Laut Nickelsdorf-Obmann Michael Schmickl hatte ASV-Trainer Attila Forai zum Schiedsrichter Manuel Gregorits gesagt: „Wenn du so weiter pfeifst, dann brauchen wir gar nicht mehr spielen.“ Daraufhin soll Gregorits geantwortet haben: „Wiederhole das bitte!“

Forai wiederholte seinen Satz, worauf Gregorits das Spiel laut Nickelsdorfs Obmann abpfiff. Der Klingenbacher Schiedsrichter wollte vor der Struma-Sitzung am Donnerstag keine Stellungnahme dazu abgeben.

Schmickl sieht jedenfalls keine Grundlage für einen Abbruch: „Ich denke nicht, dass man hier ein Spiel abbrechen kann. Dann müsste man viele Spiele abbrechen. Für mich ist dies ein klarer Regelbruch.“ Der Ball liegt nun jedenfalls beim Burgenländischen Fußballverband, der sich in seiner wöchentlichen Struma-Sitzung am morgigen Donnerstag mit dem Spielabbruch beschäftigen wird.