Erstellt am 06. April 2011, 00:00

  Magerkost statt.  BEZIRKSDERBY / Klingenbach und Purbach trennten sich in

VON PHILIPP FRANK

KLINGENBACH – PURBACH 2:2. Beide Mannschaften warten im Frühjahr noch auf den erhofften ersten Sieg. Auch im Bezirksderby gab es keinen Gewinner. Die Partie begann quasi mit 1:0 für die Gäste. Klingenbachs Florian Fischer wollte einen weiten Fleischhacker-Pass ins Torout rollen lassen, doch Purbachs Christoph Wagentristl setzte nach und holte einen Eckball heraus. Tanju Köse war per Kopf zur Stelle und brachte den UFC rasch in Führung.

Fehlerorgie nach dem  Seitenwechsel

In weiterer Folge entwickelte sich eine ruppige Partie. Klingenbach gelang noch vor dem Pausenpfiff der verdiente Ausgleich. Michael Balogh verwertete eine weite Flanke direkt ins kurze Eck – keine Chance für Purbach-Keeper Peter Prazak (36.). Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren wie aus der Pistole geschossen aus der Kabine. Nach einer Balogh-Flanke köpfelte Thomas Klemenschitz ungehindert zum 2:1 für Klingenbach ein. Fast postwendend nutzte Purbachs Abwehrrecke Matthias Grassl einen Patzer von Keeper Stefan Fuchs und drückte den Ball über die Linie zum 2:2.

Der eingewechselte Ante Bezer vergab dann den Matchball für die Lackner-Elf. Er bekam in der gegnerischen Hälfte den Ball und überhob den zu weit draußen stehenden Prazak. Doch das Leder prallte von der Latte zurück ins Feld, von wo es auf die rechte Seite kam und Bezer nach einer Flanke mit einem Hechtkopfball am UFC-Keeper scheiterte, der das Leder an die Stange wehren konnte. Den Abpraller drückte der Klingenbacher Stürmer aus kurzer Distanz übers Tor. „In der zweiten Hälfte hatten wir Riesenglück, dass wir mit dem Punkt noch nach Hause gefahren sind. Wir wollten aber in Klingenbach punkten und hofften auf ein schnelles Tor. Dass es so schnell gegangen ist, das war natürlich traumhaft. Leider haben wir durch individuelle Fehler den Vorsprung aus der Hand gegeben“, resümierte Purbach-Trainer Sepp Mitmasser und fügte an: „Die Platzverhältnisse waren nicht besonders gut, so konnten wir unser Kurzpassspiel nicht aufziehen. In der Defensive und im Mittelfeld fehlte uns mit Ladislav Szijjarto die gewohnte Stütze, das merkte man schon.“

„Diese Leistung war  nicht landesligareif“

Klingenbach-Coach Sepp Lackner, der auf den gesperrten Kapitän Christoph Dihanich und den kranken Dominik Dihanich verzichten musste, trauerte den zwei verlorenen Punkten nach: „Wir stehen im Moment ganz schlecht und sind zu weit weg vom Gegner. Ein paar Leistungsträger können sich von Routinier Velimir Vranesevic eine Scheibe abschneiden, der hat sich förmlich auf dem Platz zerrissen. Die Gegentreffer waren ein Witz und vorne bekommen wir den Ball nicht hinein. Purbach hatte keine Torchance und hat zwei Treffer erzielt. Diese Leistung war nicht landesligareif.“

Zu allem Überdruss verletzte sich Youngster Thomas Klemenschitz sehr schwer. Nach einem Zweikampf zog er sich einen Achillessehnenriss zu und wurde bereits am Sonntag operiert. „Das ist natürlich ein schwerer Rückschlag für uns. Thomas hat sich in den letzten Spielen ein Stammleiberl erkämpft und fällt jetzt sehr lange aus“, so Lackner.

Am Wochenende stehen zwei wichtige Spiele für die beiden Bezirksvereine auf dem Programm. Purbach trifft am Freitag (19.30 Uhr) auf Horitschon. „Wir wollen endlich einen Dreipunkter schaffen – natürlich am besten vor heimischem Publikum“, meinte Purbach-Betreuer Sepp Mitmasser. Ob er auf Ladislav Szijjarto (Knieprobleme) zählen kann, ist allerdings noch fraglich.

Dihanich-Cousins in  Winden wieder dabei

Klingenbach muss am Samstag (19 Uhr) nach Winden. „Das wird ein schweres Spiel. Winden ist auch im Tabellenkeller und braucht Punkte. Im Moment müssen wir wohl mit einem Unentschieden zufrieden sein. Mit Stössl und Stollberger verfügte Trainer Schöll über ein sehr gefährliches Sturmduo“, so Klingenbach-Trainer Sepp Lackner.

Kapitän Christoph Dihanich hat seine Sperre abgesessen und ist wieder an Bord. Hinter dem Einsatz von Dominik Dihanich (Grippe) steht noch ein Fragezeichen.