Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Mit breiter Brust in den Landessüden. UFC Purbach / Dank einer guten zweiten Halbzeit fegte die Schiffer-Elf Winden mit 3:1 vom Platz. Nun geht es nach Stinatz. Von Philipp Frank„Wenn der Schiedsrichter den Elfmeter gepfiffen hätte, dann wäre die Partie wahrscheinlich schon

Thomas Moyses (r.) und seine Purbacher setzten sich im Nachbarschaftsderby gegen Markus Pimpel und Winden mit 3:1 durch.  |  NOEN

früher entschieden gewesen“, meinte Purbach-Trainer Günter Schiffer nach dem Schlusspfiff. In der Tat hätte Referee Zinkl einen glasklaren Elfmeter an Thomas Moyses ahnden müssen, doch er gab ihm fälschlicherweise die gelbe Karte wegen einer absichtlichen Schwalbe.

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams nahezu gänzlich. „Winden hat mit acht Mann verteidigt. Da war es für uns natürlich sehr schwer, durchzukommen. Das spielerische Element hat uns gefehlt – erst nach der Einwechslung von Andi Strommer zeigten wir wieder guten Fußball“, so Schiffer. Und es war wirklich Strommer der frischen Wind in die Partie brachte.

„Normalerweise sage ich, dass es nicht sein kann, dass alles nur an einem Spieler liegt – aber bei Strommer ist das im Moment bei uns der Fall“, so Purbachs Sportlicher Leiter Adi Steindl. Nach der Einwechslung des Mittefeldregisseurs änderte sich das Tempo und der Spielaufbau schlagartig. „Wir waren von Haus aus spielbestimmend, Winden stand tief drinnen und war nur aus Kontern gefährlich. Alles in allem gesehen war der Sieg aber nicht unverdient. Wir waren über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft“, meinte der Purbach-Trainer abschließend. Die erste Spielhälfte bot den 550 Zuschauern fast keine Höhepunkte.

Mit Alex Marinkovic gegen die Stinatzer 

Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste nach einem Konter durch Pizur in Führung. Er schlenzte den Ball elegant ins Kreuzeck (49.). Doch die Purbacher Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Granat-Pass verlud Patrick Mozelt Winden-Goalie Viktor Dowitsch und schob das Leder zum 1:1 ein (50.). Dann folgte der große Auftritt von Andi Strommer und Balasz Granat.

Das Duo zerlegte in drei Minuten den FC Winden nach Belieben und erhöhte durch einen Doppelpack des Goalgetters auf 3:1. „Wenn wir komplett sind können wir eine ganz andere Leistung abrufen. Leider können wir Ausfälle der Startformation nicht kompensieren - so müssen wir immer an der Aufstellung herumdoktern“, erklärte Günter Schiffer.

Sein Team muss nun am Samstag nach Stinatz. Dort kann der UFC-Trainer wieder aus dem Vollen schöpfen. Da ist auch Aleksandar Marinkovic wieder dabei, der zuletzt gegen Winden fehlte. „Das wird sehr schwer werden. Wir wollen ungeschlagen wieder die Heimreise antreten – aber da wird Stinatz wohl was dagegen haben“, so der Purbacher Betreuer.