Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Mit Höhen und Tiefen. TRIATHLON / Edi Holzhofer und Martin Kleinl gingen in Clearwater (Florida) beim Halbironman 70.3 an den Start.

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VON PHILIPP FRANK

Zwei Triathleten aus dem Bezirk gingen in Florida beim Halbironman 70.3 an den Start – und durchlebten dabei ein Wechselbad der Gefühle. Der Schützener Martin Kleinl vom HSV Triteam Kaisersteinbruch reiste mit einer ganzen Delegation nach Clearwater und hatte Trainerin Nicole Krekel-Klapper, Mentalcoach Reinhard Klapper und Freundin Kerstin Hahnekamp mit im Gepäck. Sichtlich motiviert ging Kleinl unter 1900 Teilnehmern ins Rennen. Mit persönlicher Bestzeit auf dieser Distanz kam der Kaisersteinbruch-Athlet als 63. Starter ins Ziel und sicherte sich in seiner Altersklasse den hervorragenden neunten Platz.

Er kam als zweitbester Österreicher ins Ziel und musste sich nur um 43 Sekunden geschlagen geben. Vor allem auf dem Rad war der Schützener nicht zu bremsen und war Schnellster in seiner Kategorie.

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Holzhofer fuhr trotz des  schweren Sturzes weiter

Nicht so gut lief es für der Eisenstädter Edi Holzhofer vom 1. Laufclub Parndorf. Nach einer tollen Schwimmzeit wurden ihm beim Radfahren zwei Kanaldeckel zum Verhängnis.

„Die Deckel sind zehn Zentimeter nach unten versetzt. Dem ersten konnte ich noch ausweichen, aber beim zweiten habe ich den Lenker verrissen und stürzte so mit 40 km/h auf die Schulter“, berichtete Holzhofer den schmerzhaften Unfall. Dennoch stieg der „rasende Briefträger“ noch einmal aufs Rad, doch zwei Kilometer vor der Wechselzone war Endstation. „Ich musste bei einer Passage zurückschalten und da brachen die Speichen am Hinterrad.

Diese haben sich dann verkeilt und ich konnte nicht mehr weiterfahren“, so Holzhofer, und fügte hinzu: „Echt schade, ich war sehr gut drauf – vor allem beim Radfahren. Da habe ich gar nicht gemerkt, dass ich schon 80 Kilometer gefahren bin. Ohne diese Panne wäre sicher ein Platz zwischen fünf und zehn in meiner Altersklasse möglich gewesen. So gut habe ich mich noch nie gefühlt. Aber es zählt jeder Sekundenbruchteil und es kann immer etwas passieren.“ Holzhofer trug Prellungen und Abschürfungen an der Schulter und im Beckenbereich davon. „Ich kann die Hand nicht ordentlich heben und muss Eis auflegen.“