Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

Mit Strommer als Psychotrick?. UFC Purbach / Nach einer matten ersten Halbzeit traten Andi Strommer und Co. nach der Pause auf das Gaspedal. Von Philipp FrankErneut musste Purbach-Trainer Günter Schiffer seine Mannschaft umstellen.

Akrobatisch. Purbachs Dominik Friedl (l.) lieferte auf der rechten Außenbahn gegen Sigleß eine tolle Partie ab. Philipp Frank  |  NOEN

Kapitän Stephan Helm musste seine Rotsperre absitzen. In der ersten Hälfte war aber nicht viel los.

„Beide Teams haben zaghaft begonnen, da war kein Feuer zu sehen“, meinte Schiffer, und fügte an: „Sigleß hat sehr defensiv gespielt, nach ein paar Umstellungen haben wir die Partie aber in den Griff bekommen. Nach dem Seitenwechsel waren wir klar besser. Das einzige Manko – wenn man denn eines suchen will – ist nur die Chancenauswertung. In der Schlussphase hatten wir sicher zehn Konter, die nichts eingebracht haben!“

In der Tat änderte sich in der zweiten Halbzeit das Spiel zugunsten der Hausherren. Nach einem Gestocher im Strafraum bekamen die Gäste den Ball nicht weg, Andi Strommer sorgte mit einem fast unmöglichen Schuss mit dem Rücken zum Tor für den Führungstreffer. „Dieser Treffer war sehr wichtig für uns“, meinte der Purbacher Coach. Adi Steindl, der Sportliche Leiter des UFC, brachte es auf den Punkt: „Purbach = Andi Strommer = psychologischer Knackpunkt für die Gegner! Wenn er auch nur zu 60 Prozent anwesend ist, reicht das meist schon, um den Gegner zu verunsichern. Ich habe das jetzt drei Spiele lang beobachtet. Nichtsdestotrotz muss seine Leistung noch besser werden.“ Dennoch sieht Steindl Purbach „auf einem guten Weg. Die Kicker trainieren gut und ziehen alle an einem Strang.“ Das sah man dann auch beim zweiten Treffer.

Schiffer: „Wir sind  fast im Plansoll“

Thomas Moyses nahm sich aus rund 25 Metern ein Herz und donnerte den Ball genau ins Kreuzeck. „Aber auch das spricht für unsere momentane Situation. Tore, die wir machen müssen, machen wir nicht, aber umgekehrt schon. Ich bin aber nicht unzufrieden. Wir sind fast im Plansoll, uns fehlen nur drei Punkte“, betonte Günter Schiffer.

Drei Zähler sollen es auch im nächsten Match werden. Da sind die Purbacher nämlich in Güssing zu Gast. „Langsam wird es schon eine Gewohnheit, jedes Spiel umstellen zu müssen“, so der UFC-Coach, der auf die gesperrten Thomas Moyses und Harald Kauten verzichten muss.

Dafür kehrt Kapitän Stephan Helm in die Startformation zurück. „Güssing ist eine kompakte, starke Truppe. Sie laufen und arbeiten viel. Es wird sicher nicht einfach werden, aber ich will nicht verlieren“, so Schiffer.