Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Moralinjektion für das Meisterschaftsfinish. BVZ BURGENLANDLIGA / Endlich ist der Knoten beim UFC Purbach geplatzt: Schattendorf wurde mit 4:1 abgeschossen.

Mergim Shabani (linkes Bild, l.) legte mit seinem Doppelpack den Grundstein zum verdienten 4:1-Heimerfolg über Schattendorf. Verteidiger Harald Kauten (rechtes Bild, r.) spielte gewohnt solide.  |  NOEN
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VON PHILIPP FRANK

Es geht doch! Im dritten Spiel unter Trainer Günther Schiffer klappte es mit dem ersten vollen Erfolg. „Gott sei Dank! Bis auf die ersten 20 Minuten haben wir das Spiel klar dominiert und auch verdient gewonnen“, resümierte ein zufriedener UFC-Trainer Schiffer. In der Anfangsphase merkte man die Verunsicherung bei beiden Mannschaften.

„Keiner traute sich Verantwortung zu übernehmen und wir standen zu weit weg vom Gegner“, so der Purbacher Trainer. Mit Mergim Shabani in der Startformation ist dem Trainerfuchs wohl eine Überraschung gelungen. Prompt zahlte es ihm dieser mit zwei Treffern zurück. In der 25. und 45. Minute schloss er jeweils eine tolle Einzelaktion zur 2:0-Pausenführung ab. „Das hat er technisch super gemacht. Die Verteidiger trauten sich nicht zu attackieren, sonst hätte es sicher Elfmeter gegeben. Bei beiden Treffern tankte er sich immer geschickt durch zwei Gegner durch“, so Schiffer.

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Purbach als Schiffers  letzte Trainerstation?

Nach dem Seitenwechsel ebnete Adam Schafranek mit seinem Treffer zum 3:0 den Weg zum ersten Frühjahrssieg. Die Gäste kamen nur noch durch einen Volf-Elfmeter zum 1:3-Anschlusstreffer, nachdem Keeper Marco Kumnig Florian Kremser an der Strafraumgrenze unnötig gefoult hatte. „Das war dumm, da waren noch drei Verteidiger beim Gegenspieler – da war Kumnig zu übermotiviert“, so Schiffer. Apropos übermotiviert – das war auch Thomas Moyses. Der „Bad Boy“ der BVZ Burgenlandliga kassierte in der 83. Minute die gelb-rote Karte und fehlt nun wieder gegen Güssing. „Auch diese Karte war unnötig. Moyses hat am gegnerischen Sechzehner attackiert“, ärgerte sich der UFC-Coach, der nun auf seinen Mittelfeldmotor im Landessüden verzichten muss.

„Wir haben nur mehr Endspiele. Es ist aber sehr angenehm hier zu arbeiten. Im Training kann ich aber so gut wie nur psychologische Arbeit verrichten. Dieser Sieg war wichtig, aber es werden noch sehr viele Faktoren zusammenspielen müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, meinte Schiffer, der sich zu 90 Prozent nach seinem Engagement in Purbach aus dem Trainergeschäft zurückziehen wird. „Außer Real Madrid klopft noch an. Ich denke aber, dass der UFC in zwei bis vier Jahren den Sprung in die Regionalliga als gesunder Verein schaffen wird.“