Erstellt am 10. August 2011, 00:00

Nach Sensation nun ein Hammer-Los?. SV SANKT MARGARETHEN / Die Degeorgi-Elf lief zweimal einem Rückstand nach, siegte dann im Elfmeterschießen.

Nach dem entscheidenden Elfmeter von Thorsten Lang zum 5:3 - Erfolg kannte der Jubel keine Grenzen mehr. ZVG  |  NOEN
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VON PHILIPP FRANK

Was für ein Cup-Krimi in Tirol! Der SV Sankt Margarethen lieferte die große Sensation und schaltete den Meister der Regionalliga West aus. Der Spielverlauf hätte packender nicht sein können. Die Tiroler starteten quasi mit dem Führungstreffer durch Simon Zangerl, der eine Flanke mittels Innenstange ins Tor beförderte (7.). Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen durch Gerald Schneider zu einer guten Ausgleichsmöglichkeit.

Thorsten Lang behielt  zweimal die Nerven

Keeper Ferdinand Oswald zeichnete sich in weiterer Folge des Öfteren gegen die Degeorgi-Elf aus und blieb Sieger im Duell mit Alexander Petermann, Alexander Gartner und Thorsten Lang. In der 80. Minute wurden die Gäste dann doch für ihre Mühen belohnt. Thomas Eller klärte einen scharfen Petermann-Stangler ins eigene Tor zum 1:1-Endstand nach 90 Minuten. Auch die Verlängerung war dann nichts für schwache Nerven. Zunächst vergab Schneider eine große Chance auf den Führungstreffer, ehe die Hausherren wieder das Kommando übernahmen.

Leo Gabriel klärte einen Eller-Schuss gerade noch auf der Torlinie. Kurz vor dem Ende traf der eingewechselte Lukas Steiner aus spitzem Winkel zum vermeintlichen Siegestreffer. In den Schlussminuten warf der SV Sankt Margarethen alles nach vorne. In der Nachspielzeit der Verlängerung wurde Marcus Pürk von Thomas Eller im Strafraum gelegt - den fälligen Penalty verwertete Thorsten Lang eiskalt zum 2:2-Endstand. Im Elfmeterschießen blieben die Burgenländer ganz cool und trafen im Fünferpack. Bei Wattens verschoss Harald Cihak, Thorsten Lang traf zum entscheidenden 5:3! Ein Wahnsinn. Der Verein hat das ganze Unterfangen ermöglicht und es war wie ein Sommernachtstraum. Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft. Sie hat trotz des frühen Rückstandes 120 Minuten Vollgas gegeben und ist bis an die Grenzen des Machbaren gegangen, so Sankt Margarethen-Trainer Josef Degeorgi.

Vor allem die Jungen  waren sehr abgebrüht

Die Elfmeterschützen durften sich freiwillig melden, denn einen Schützen zu bestimmen, das ist eine Todsünde. Die Spieler müssen sich gut fühlen. Vor allem die Jungen waren sehr abgebrüht, meinte der SVM-Coach. 15 Bundesligisten sind noch im 32er-Raster. Ich hoffe, dass wir nun ein attraktives Los bekommen.

Am Freitag geht für den Burgenlandliga-Aufsteiger der Liga-Alltag los. Um 19.30 Uhr ist Marz zu Gast. Das Vereinsziel ist der Klassenerhalt. Ich hoffe aber, dass wir im gesicherten Mittelfeld mitspielen können vielleicht ist sogar ein Cupplatz drinnen. Im ersten Heimspiel werden drei Punkte erwartet.