Eisenstadt

Erstellt am 19. Juli 2017, 02:58

von Martin Ivansich

Scharner bei Burgenland.fit: „Eine klare Struktur“. Ex-Fußball-Teamspieler Paul Scharner startet im Herbst mit einem neuen Projekt. Das Motto lautet: Familie – Beruf – Sport.

Projekt für die Jugend. Ex-Nationalteam-Kicker Paul Scharner (l.) will mit Burgenland.fit Kinder und Jugendliche fördern und ihnen eine sportliche und berufliche Perspektive bieten. Tecnofutbol Hagenbrunn-Manager Sascha Gasthuber lebt mit seinem Team dieses Konzept in Niederösterreich bereits seit einigen Jahren.  |  Martin Ivansich

Der Verein „Burgenland.fit“ startete am 4. Juli mit einem Sichtungstraining seine Arbeit – und möchte „keineswegs irgendjemandem Spieler wegnehmen“, stellte Paul Scharner gleich vorneweg klar, „wir verstehen uns als Zusatzangebot für die Klubs.“

Strategisch verfolgt der Verein das Konzept der Fußballschule „Tecnofútbol“, einem Konzept, das zwei österreichische Trainer erarbeitet haben. Zusätzlich zum Vereinstraining wird dabei, im Falle von Burgenland.fit zweimal die Woche ein Training angeboten, das sich als Ergänzung zu den Einheiten in den Vereinen versteht. Der Standort ist Zagersdorf. Schwerpunkte liegen dabei auf Koordination und Schnelligkeit.

In Österreich existiert mit dem FK Tecnofútbol Austria in Hagenbrunn bereits ein Fußballverein, der nach diesem Konzept arbeitet und heuer in der 2. Klasse in Niederösterreich startet. Im Burgenland will ein Team um Martin Skarits als General-Manager und Paul Scharner als Sportlicher Direktor das generelle Konzept nun als Zusatzangebot etablieren — vorerst. Über kurz oder lang soll auch bei uns ein Fußballverein in die Meisterschaft einsteigen. „Das ist ein Ziel“, so Scharner, „wobei es bei uns kein Geld zu verdienen gibt.“

Nicht nur Fußball wird angeboten

Burgenland.fit richtet sich übrigens keineswegs nur an Fußballer. Beim Sichtungstraining werden auch Volleyball-Talente gesucht, der Verein arbeitet etwa derzeit mit den Vamos-Volleyballerinnen aus Mattersburg zusammen.

Man möchte auch weitere Sektionen eröffnen, um dem Nachwuchs im Burgenland generell mehr Möglichkeiten zu bieten. Kernpunkt des Konzepts sei jedenfalls ein „innovativer, ganzheitlicher Trainingsansatz, bei dem die Förderung persönlichkeitsbildender, emotionaler sowie sozialer Kompetenzen der jungen Leute einen hohen Stellenwert einnimmt“.

Deshalb richtet man sich in erster Linie an Kinder von vier bis 14 Jahren, „selbstverständlich sind Burschen und Mädchen willkommen.“ Der Leitsatz des Projekts ist auch klar definiert. Paul Scharner erklärt: „Familie, Beruf und Sport. Das wollen wir verbinden – und zwar genau in dieser Reihenfolge.“ Im September will man jedenfalls dann tatsächlich durchstarten. Mehr Infos zum Verein und zum Projekt gibt es unter: www.burgenland.fit