Erstellt am 11. Dezember 2013, 23:59

von Martin Ivansich

Olympia-Test vor Rio. Vorbereitung läuft / Österreichs Top-Segler absolvieren im Olympiarevier von 2016 ihr zweites umfangreiches Testprogramm.

Unkonstant. Matthias Schmid (l.) und Florian Reichstädter schafften es bei der WM in Frankreich nur teilweise ins Spitzenfeld. Am Ende war es zu wenig, um eine Medaille mitzunehmen.  |  NOEN, Maximilian Kiefhaber
Von Martin Ivansich

SEGELN / Der wissenschaftliche Aspekt rückte bei der zweiten Testphase der heimischen Segler, mit dabei auch Florian Reichstädter und Matthias Schmid (Yachtclub Breitenbrunn) in den Fokus. Die ersten Testtage vor Rio waren verregnet, dann kamen Sonne, Wind, Hitze und eine entsprechende Luftfeuchtigkeit.

Ein Mix, der die heimischen Olympiasegler bei ihrer täglichen Arbeit vor Rio de Janeiro extrem fordert, zumal das Pensum sehr intensiv ist.

Klima und wechselhafte Winde als Herausforderung

Das Ausreizen der Revierkenntnis ist ein Schwerpunkt, der wissenschaftliche Aspekt der andere. Die OeSV-Betreuerboote sind mit Strömungs- und Windmessern ausgerüstet, die Daten werden mittels modernster Technik ausgewertet und analysiert.

Die Segler sind auf sämtlichen Olympiakursen im Einsatz, innerhalb der Bucht sind Flachwasser und wechselhafte Winde die Herausforderung, Offshore ist die Kombination aus Dünnungs- und Windwelle Thema.

Schmid: „Langweilig ist uns hier sicher nicht“

Da wird dort kommt eine komplexe Strömung hinzu, da wie dort werden neue Segel und Schalen getestet. Auf den Kursen unter Land ist der durch die Kanalisation ins Meer gespülte Hausrat ein zusätzliches Kriterium. Vieles davon treibt knapp unterhalb der Wasserlinie und wird zur Gefahr für Schwert und Ruderblatt. Ebenfalls herausfordernd sind die brutalen Temperaturen um 36 Grad und die Ozonbelastung

„Wir sammeln Daten bis zum Umfallen und müssen lernen sie richtig zu interpretieren. Beides sind wichtige und sehr interessante Aufgaben, zudem testen wir neues Material und sind ständig am Analysieren. Wenn wir nicht segeln, arbeiten wir im konditionellen Bereich, langweilig ist es also nicht. Wir haben uns vorgenommen, die Zeit hier so effizient wie möglich zu nützen, bisher ist uns das gut gelungen“, so Matthias Schmid.