Erstellt am 29. Oktober 2014, 08:32

von Martin Ivansich

Segler testen vor Rio. Matthias Schmid und Florian Reichstädter sind in Brasilien, um erneut im Olympia-Revier Erfahrung zu sammeln.

Heiße Eisen. Die 470er-Segler Florian Reichstädter und Matthias Schmid haben das Olympia-Ticket seit der WM in Santander in der Tasche.  |  NOEN, Marsano/Maximilian Kiefhaber
Seit Anfang Oktober und bis Mitte November herrscht unter dem Zuckerhut reger Betrieb. Neben den Brasilianern und Amerikanern testen auch die Österreicher Wind, Welle, Strömung und das Drumherum, dabei arbeiten die heimischen Bootsklassen individuell und zeitversetzt. Die 470er-Teams sind bereits seit drei Wochen vor Ort.

„Werden voll gepusht und ans Limit gebracht“

„Wir haben exzellente Windbedingungen und konnten bisher jeden Tag optimal nützen. Abgesehen vom Reviercheck haben wir in diesem Block verstärkt Technik trainiert. Wir werden voll gepusht und ans Limit gebracht und inhalieren Rio so intensiv wie möglich“, so 460er-Setuermann Matthias Schmid.

as Nacra 17-Duo Tanja Frank und Thomas Zajac trainiert seit vergangener Woche im Gewässer vor Rio und bleibt so wie der Rest der Oesv-Mannschhaft bis 17. November, bevor es zum Weltcup-Finale nach Abu Dhabi geht. Von 27. bis 30. November sind sämtliche Segler des Projekts Rio 2016 am Start.

Sven Reiger segelte bei der EM auf Platz sechs

Mit einem Tagessieg und einem zweiten Rang unterstrich der Burgenländer, der nach den paralympischen Spielen von London von der Sonar-Klasse in das Einmann-Kielboot 2.4mR umgestiegen war, sein Potenzial – für eine Medaille fehlte am Ende die Konstanz. Die Titelkämpfe waren von taktisch anspruchsvollen Leichtwindverhältnissen geprägt, Verhältnisse, die Reiger nicht unbedingt in die Karten spielten, Pech kam hinzu.

Beim Start zur achten von insgesamt elf Wettfahrten wurde der 40-Jährige von einem Konkurrenten mit Nachrang regelrecht abgeschossen, in der darauf folgenden Wettfahrt musste der Versehrtensportler aufgrund eines Plastiksackerls, das sich am Kiel verfangen hatte, mit angezogener Handbremse um den Kurs.

Unterm Strich blieb mit Rang sechs eine Top-Platzierung für Reiger, der von Alfred Pelinka betreut wurde. Gold und Silber ging dank Jourden und Kevin Cantin an Frankreich, Bronze sicherte sich der Italiener Antonio Squizzato.