Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

Premiere in Holland. Weltmeisterschaft / Tanja Frank und Thomas Zajac segeln vor Den Haag bei der Nacra 17-WM-Premiere als Favoriten auf den Titel mit.

 |  NOEN, OeSV
Von Martin Ivansich

SEGELN / Seit Montag ist Scheveningen, ein Stadtteil von Den Haag, Schauplatz der ersten Weltmeisterschaft im jungen Nacra17-Bewerb. Die Mixed-Multihull Disziplin, die 2016 ihr olympisches Debüt feiert, bringt 74 Teams aus 22 Nationen an die Linie, darunter alles, was in den bisher gesegelten Welt- und Europacups die Nase vorne hatte. Die heimischen Hoffnungen ruhen auf den Schultern von Thomas Zajac und Tanja Frank, die in den bisherigen Vergleichen voll überzeugen konnten und nicht zuletzt aufgrund ihres Sieges am Gardasee die Weltrangliste in der olympischen Katamaran-Disziplin anführen. Die WM-Serie umfasst acht Qualifikationsläufe und sechs Finalrunden, da wie dort kann je einmal gestrichen werden. Die Top-Ten segeln am 27. Juli im Medal Race (doppelte Punkte) um den Titel.

„Wenn es optimal läuft, sind wir vorne dabei“ 

„Wir wissen, dass wir im Idealfall jeden schlagen können und gehen mit viel Selbstvertrauen an die Sache heran. Zunächst gilt es solide in die Serie zu starten, die Qualifikation sollte kein Problem darstellen, ab den Finalläufen wird es ernst“, so Thomas Zajac. Während Zajac/Frank vor Scheveningen auf Medaillenjagd sind, bricht in Rio de Janeiro die dritte OeSV-Testwoche an. Drei 470er- und zwei 49er-Teams sind vor Ort, betreut werden sie von Sportdirektor Georg Fundak und Ivan Bulaja.

„Wir haben uns sehr gut eingelebt, die klimatischen Verhältnisse sind traumhaft, die Strände wunderschön. Wir wohnen etwas außerhalb in Niterói, hier geht es nicht so hektisch zu wie im Zentrum von Rio, das passt perfekt. Sprachlich ist es eine Herausforderung, weil kaum wer Englisch spricht, aber die Leute sind sehr hilfsbereit. Das einzige was nicht ins Bild passt, ist die miserable Wasserqualität. Man kommt sich vor als würde man in der Kanalisation segeln, das Wasser stinkt und ist grob verdreckt, hier geht keiner freiwillig ins Wasser“, meinte Matthias Schmid.