Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Referee im Blickpunkt. RINGEN / Der Mörbischer Schiedsrichter Josef Salmer rückte mit seinen Leistungen nicht nur national ins Rampenlicht.

VON PHILIPP FRANK

Die Mörbischer Ringer haben in ihren Reihen nicht nur erfolgreiche Sportler und Trainer, sondern mit Josef Salmer auch einen namhaften Schiedsrichter.

Der 39-jährige Disponent, selbst mehrfacher Österreichischer Meister, Teilnehmer bei Europameisterschaften und Mitglied der Bundesligamannschaft in den 90er-Jahren, hat sich nach seiner aktiven Karriere dazu entschlossen, die Ausbildung zum Unparteiischen zu machen.

Während der Ausbildungszeit im Jahr 2003 waren die Einsätze auf nationaler Ebene bei Landesmeisterschaften und Turnieren beschränkt. Danach qualifizierte sich Salmer bei österreichischen Meisterschaften für internationale Aufgaben. Dort hat er sich mittlerweile aufgrund seiner Leistungen in der Klasse Fila III eingeordnet. Für weitere Aufwertungen bis Fila I muss er sich bei Welt- oder Europameisterschaften dafür empfehlen.

Salmer vom Weltverband  unter die Lupe genommen

Dabei wird er von den Referees des Weltverbandes genau unter die Lupe genommen. Ob er die nötige Freizeit dafür aufwenden kann, liegt noch offen. Dass er national unter den Topschiedsrichtern einzugliedern ist, das ist unumgänglich. So wurde er bereits zum vierten Mal in Serie als einer von drei Referees für das große Bundesligafinale einberufen. Dies fand letztes Wochenende in Wals gegen die Ringer aus Götzis statt.

Für den Mörbischer war diese Begegnung eine klare Angelegenheit, der sich von dem tobenden Publikum nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Sein Vorteil in diesem Geschäft ist, dass er selbst Ringer war und dieses Fingerspitzengefühl mit auf die Matte bringt. So gesehen zeichnet er sich immer wieder aus, vor allem im Umgang mit sehr emotionalen Trainern, die ja bekannterweise sehr kritikfreudig sind“, so Klubkollege Mario Schindler.

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