Erstellt am 21. Dezember 2013, 23:59

Reine Kopfsache. Zwei Athleten der „Föllig Hoppers“ bereiten sich intensiv auf die 24-Stunden Burgenland Extrem-Tour vor.

Zielorientiert. Christian Oberguggenberger will bei der Burgenland Extrem-Tour Rekordzeit laufen.  |  NOEN
Von Martin Ivansich

EXTREMSPORT / Derzeit bereiten sich mit Obmann Mario Einödmaier (Großhöflein) und Christian Oberguggenberger (Forchtenstein) zwei Mitglieder des Großhöfleiner Klubs „Föllig Hoppers“ auf die 24-Stunden Burgenland Extrem-Tour am 31. Jänner (Start und Ziel in Oggau) vor. Dabei ist eine Strecke von 120 Kilometern rund um den Neusiedler See zu absolvieren.

Für Oberguggenberger nicht unbedingt was Neues, er startete schon bei Ultra-Läufen. „Im Vorjahr war ich beim Bieler Ultra-Marathon in der Schweiz dabei. Nach diesem Lauf war mir klar, dass ich als Burgenländer sehr gerne einmal eine Runde um den Neusiedler See laufen möchte.“ Einödmaier ist ebenfalls erstmals dabei und sieht die Tour vor allem als Vorbereitung auf seinen persönlichen Saison-Höhepunkt 2014 – dem 24-Stunden-Radmarathon von Grieskirchen: „Ich nutze diese Veranstaltung als Mentaltraining. 24 Stunden am Rad durchzufahren fordert den Körper nicht nur physisch, vielmehr spielt die mentale Stärke eine große Rolle.“

„Man muss einfach  entschlossen sein“

Seit Wochen haben die beiden „Föllig Hoppers“ die Burgenland Extrem-Tour im Fokus. Dabei werden schon mal 50 bis 70 Kilometer pro Trainingseinheit gelaufen. Neben Lauf- und Stabilisationstraining spielt aber speziell die psychische Komponente eine sehr wesentliche Rolle. „Wenn man nicht fest entschlossen ist, diesen Lauf zu beenden, dann hilft jede Art von Training nichts. Somit stelle ich mir mindestens einmal täglich vor, wie es in Oggau ist, nach 120 Kilometer wieder einzutreffen“, meint der Forchtensteiner Christian Oberguggenberger. Denn nicht alle Teilnehmer sehen am Ende auch die Ziellinie. Immerhin muss man Ende Jänner mit Regen, Schnee, Sturm, Eis und Minusgraden rechnen. Das kann schnell zum Scheitern führen.  „Man stelle sich vor: Du läufst 70 Kilometer etwas schneller und musst das Tempo danach wegen eines Schwächeanfalls verringern. Dann kann es schon bei schlechter Ausrüstung zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen. Bei meinem 100 Kilometer-Lauf habe ich fünf Kilogramm abgenommen. Daran sieht man, wie diese Läufe auf den menschlichen Körper wirken. Doch wir sind gut vorbereitet und blicken der Tour optimistisch entgegen.“ Oberguggenberger will diesmal jedenfalls die Rekordzeit von 14 Stunden knacken. „Ich versuche auf jeden Fall, mein Tempo so zu wählen …“