Erstellt am 04. September 2013, 09:20

Ruhende Bälle als Erfolgsrezept. BVZ Burgenlandliga | St. Margarethen setzte sich im Derby gegen St. Georgen dank drei Toren nach Standardsituation durch.

St. Margarethens Martin Hahnekamp (l., gegen den St. Georgener Kapitän Daniel Wind) leitete den Derbysieg für die Gastgeber mit einem Kopfballtreffer ein. Foto: Ivansich  |  NOEN, Martin Ivansich
Von Martin Ivansich

ST. MARGARETHEN - ST. GEORGEN 3:0. Zehn Minuten lang spielte die Gastelf druckvoll, kam immer wieder über die Seite und hatte durch einen Mozelt-Schuss, der die Oberkante der Latte berührte, die beste Szene. Dann aber offenbarte sich die große St. Georgener Schwäche an diesem Tag: das Defensivverhalten bei Standardsituationen.

So gewann der aufgerückte SVM-Verteidiger Martin Hahnekamp in Minute 13 ein Kopfballduell nach einer Ecke von Alexander Petermann und nickte vor 900 Zusehern zum 1:0 ein. Zwei Minuten später zirkelte Petermann einen Freistoß in den Strafraum, dort herrschte erneut allgemeine Verunsicherung bei der Lackner-Elf und Gerald Schneider köpfelte zum 2:0 ein.

„Wir haben uns nach dem guten Beginn einfach ohne Willen präsentiert und waren bei Standards konfus“, ärgerte sich UFC-Coach Sepp Lackner.

Pinter und Grafl hatten 2:1 am Fuß

Sein Team hatte zwar noch vor der Pause durch Christopher Pinter und Stephan Grafl zwei gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer, musste aber froh sein vollzählig in die zweite Halbzeit gehen zu dürfen. Nach einem grenzwertigen Zweikampf zwischen Veli Vransesiv und Schneider, kam der heimische Offensivmann völlig alleine vor UFC-Keeper Philipp Fennes zu Fall.

Schiedsrichter Paukovits, der sonst relativ schnell mit der gelben Karte zur Stelle war, ließ diese Szene ungeahndet. „Da hätte man auch anders entscheiden können“, meinte St. Margarethens Trainer Marcus Pürk, dem es letztlich aber egal sein konnte: „Wir haben uns nach dem starken Beginn der St. Georgener gut auf sie eingestellt und vor allem nach der Pause nichts anbrennen lassen.“

Sturmlauf der Gäste bieb laues Lüfterl

„Wir haben uns in der Pause vorgenommen, Hopp oder Tropp zu spielen. Davon waren wir aber weit entfernt“, so Lackner. Nur einmal klingelte es noch im Greaboch-Stadion. Und darüber freuten sich wieder nur die Hausherren.

Nach einem Eckball kam der Ball an die Hand von UFC-Mittelfeldspieler Patrick Mozelt, Schiedsrichter Paukovits entschied sofort auf Strafstoß. Ein Fall für Thorsten Lang. Der ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und stellte den 3:0-Endstand her.

St. Georgen will Standards in den Griff bekommen

Vorschau: St. Margarethen gastiert am Samstag (18 Uhr) bei Aufsteiger Pinkafeld. „Ich habe den Gegner zweimal beobachtet, und das war wie Licht und Schatten. Ich weiß also nicht wirklich, was auf uns zukommt. Fakt ist, dass Pinkafeld in Neusiedl durchaus Qualität gezeigt hat“, so Marcus Pürk.

Seine Truppe kommt jedenfalls mit einer Serie von drei Siegen im Gepäck ins Südburgenland und will dort an die letzten Leistungen anschließen.

Genau das will St. Georgen gegen Forchtenstein (Freitag, 18:45 Uhr) ändern: „Speziell bei Standards müssen wir uns anders verhalten. Ich bin aber überzeugt, dass wir dies in den Griff bekommen werden. Man sieht es ja im Training, dass wir es können. Die Einstellung muss auch wieder so sein wie in den ersten Runden“ meint Lackner, der sein Team vor allem vor Forchtensteins Szöke warnt.