Erstellt am 13. August 2014, 07:01

Gangl als Kartenspieler. 14 Mal Gelb und viermal Rot – Schiri Michael Gangl griff diesmal (zu) ordentlich durch.

Schiedsrichter Michael Gangl wurde in Leithaprodersdorf zum Kartenspieler und griff oft in die Tasche.  |  NOEN, BVZ

14 Gelbe Karten, drei Ampelkarten und eine lupenreine Rote – Schiri Michael Gangl zückte beim Auftaktderby zwischen Leithaprodersdorf und Neufeld 18 Mal Kartons. Überzogen oder gerechtfertigt? „Ich halte mich an die Regeln“, so der Schiedsrichter. „Die Spieler können das nicht immer.“

Für Neufelds Coach war Referee überfordert

Seiner Ansicht nach war es keine gehässige Partie, jedoch ein sehr hart geführtes Spiel, in welchem die 22 Akteure (solange so viele am Feld standen) ziemlich „aufgezuckert“ waren. In seiner langen Karriere als Mann in Schwarz sind ihm immer wieder Partien mit vielen Karten untergekommen. „Es gab aber genauso auch Partien ohne jede Verwarnung“, meint Gangl.

„Die vielen Karten hätte sich der Unparteiische sparen können“, meinte Leitha-Sektionsleiter Sepp Bauer. Klar, der Plan seiner Truppe wurde durch den raschen Werner-Eder-Ausschluss gestört. Neufelds Coach Gigi Ileana ortete eine Überforderung des Schiris und steht vor dem Heimspiel gegen Illmitz vor Aufstellungsproblemen. „Zwei Abwehrspieler weniger, da muss ich mir was überlegen.“