Erstellt am 13. Januar 2016, 04:13

von Martin Ivansich

Schmid/Reichstädter: „Medaille wäre keine ganz große Sensation“. Matthias Schmid und Florian Reichstädter starten Ende Jänner ins Wettkampfjahr. Das ganz große Ziel ist Olympia.

Zuversichtlich. Matthias Schmid und Florian Reichstädter (r.) wollen in Rio eine gute Rolle spielen.  |  NOEN, zVg
Seit vergangener Woche sind die 470er-Segler Matthias Schmid und Florian Reichstädter in Miami, um sich vor Ort für den Wettkampf Ende Jänner vorzubereiten. „Wir werden hier auch ein neues Boot testen, das eventuell dann bei den Spielen in Rio auch zum Einsatz kommt“, so Steuermann Matthias Schmid.

x  |  NOEN, Privat


Seit 2012 liegt der Fokus der heimischen Sportler auf dem Großereignis schlechthin. „Wir haben den Spielen alles untergeordnet, deshalb fehlte im letzten Jahr auch das richtige Topergebnis.“ Gleich viermal war man im Olympia-Revier (für jeweils fast ein Monat), um Tests zu absolvieren.

Dabei muss man das Ticket, sprich die interne österreichische Quali, für die Olympischen Spiele erst einmal lösen. Derzeit haben Schmid/Reichstädter gegenüber den Vorarlbergern Lukas Mähr und David Bargehr die Nase aber vorne. Der Weltcup in Miami und vor allem die Weltmeisterschaft in Buenos Aires (22. bis 27. Februar) werden voraussichtlich die Entscheidung mit sich bringen.

Den Abstand zu den Top-Teams verkürzt

Zwar brachte das Sportjahr 2015 für das 470er-Gespann kein echtes Spitzenresultat, aber eine wichtige Erkenntnis nahm Schmid mit: „Wir haben den Abstand zu den Spitzenteams aus Australien und England deutlich verkleinert. Wenn wir vor ihnen liegen, dann ist es nicht mehr einfach, an uns vorbei zu kommen. Wir sind deutlich solider geworden, auch was den Vorwind betrifft.“

Die Pre Olympic Games haben ebenfalls gezeigt, dass man vorne mitsegeln kann und das an dem Ort, wo eben das wichtigste Sportereignis des Jahres stattfinden wird. Dort kamen die Segler vom Yachtclub Breitenbrunn mit Medaillenchancen ins Medal Race.

„Das ist auch unser großes Ziel bei den Olympischen Spielen. Medaillenchancen im entscheidenden Race zu haben. Wir haben das Zeug dazu, gehören zu den sechs oder sieben Teams, die um die Medaillenränge mitfahren“, gibt sich Schmid optimistisch.

Der Fahrplan für Richtung Rio führt also über Miami und Buenos Aires, bevor es im März dann ins Olympia-Revier geht, um zu trainieren. Nach dem Weltcup in Hyéres (Frankreich) geht es im Mai und Ende Juni erneut nach Brasilien, um sich den letzten Feinschliff für das große Karriere-Highlight zu holen.