Erstellt am 17. Juni 2015, 08:09

von Lukas Stiegen

Schützen: Ausgespielt zum 65er. Kurz vor der Jubiläumsfeier zum 65-jährigen Vereinsbestehen gab der UFC Schützen bekannt: Spielbetrieb wird eingestellt.

Traurige Gesichter. Der UFC Schützen rund um Stefan Schindler (l.) wird nächstes Jahr den Spielbetrieb einstellen. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ
Nach einer sehr durchwachsenen Saison wurde am letzten Mittwoch entschieden, dass der UFC Schützen den Spielbetrieb endgültig einstellen wird.

Der Traditionsklub kann keinen Vorstand mehr besetzen, weshalb man beim Burgenländischen Fußballverband einen Antrag auf Enthebung von der Teilnahme an der Meisterschaft gestellt hat. Sowohl Spieler als auch Funktionäre und das Trainerteam sind darüber mehr als enttäuscht.

„Bin sehr traurig über die Entscheidung“

Spielertrainer Markus Thurner fand, dass es eine durchwachsene Saison war. „Ich hatte es nicht einfach mit den Spielern. Viele studieren oder haben Nachtschichten zu absolvieren. Ich muss aber sagen, dass die Trainingsbeteiligung immer gut war. Im Durchschnitt waren 14 Spieler beim Training, was kein schlechter Wert ist. Ich bin sehr enttäuscht, dass mein Traineramt im Erwachsenenfußball vorerst so endet. Natürlich bin ich auch traurig darüber, dass sich der UFC Schützen auflöst.“

Pläne hat der Spielertrainer vorerst keine für die Zukunft. „Ich werde weiterhin die Nachwuchsmannschaft trainieren. Wohin es mich als Spieler zieht, werde ich noch entscheiden.

„Ich bin sehr enttäuscht und sentimental. Schon als kleiner Bub habe ich meinem Vater beim Verein geholfen“, so Stefan Schindler, der am Montag den Posten als Sektionsleiter aufgab und die Mitgliedschaft beendete. „Ich appelliere an alle Spieler und Funktionäre in kleinen Dorfvereinen daran zu denken, dass Geld und Erfolg nicht alles sind.“

Der UFC Schützen beendete seine vorerst letzte Saison mit einer 5:1-Niederlage gegen die Ortsnachbarn aus Oslip und schloss die Saison mit 18 Punkten auf dem elften Platz ab.