Erstellt am 11. November 2015, 05:13

von Martin Ivansich

Speedskater Hahnekamp: „Traum wird wahr“. Der Eisenstädter Johannes Hahnekamp fährt als erster Burgenländer zu einer Speedskating-Weltmeisterschaft.

Rot-weiß-rotes Trio. Christian Kromoser, Thomas Petutschnigg und Johannes Hahnekamp (v.l.n.r.) vertreten Österreich bei der Weltmeisterschaft in Taiwan. Foto: ÖRSV  |  NOEN, ÖRSV
„Einmal bei der WM dabei sein“, so lautete schon seit längerer Zeit der große Traum und ein sportliches Ziel von Johannes Hahnekamp. Starke Leistungen bei nationalen und internationalen Bewerben brachten den Burgenländer stets ein Stück näher in Richtung Weltmeisterschaft.

Dann kam ein großer Dämpfer: Sturz kurz vor dem Ziel und das Aus bei der Heim-EM in Innsbruck durch die dabei erlittene Verletzung.

Der WM-Traum schien für ein weiteres Jahr ausgeträumt, aber Hahnekamp gab nicht auf, kämpfte sich in den darauffolgenden Wochen zurück und holte bei der Staatsmeisterschaft zweimal Gold über die Sprintdistanzen, just auf dem Kurs, auf dem er noch wenige Monate zuvor gestürzt war.

Bei Staatsmeisterschaft das WM-Ticket gelöst

Mit der Siegerzeit im Rennen von den Staatsmeisterschaften hätte er bei der EM nur knapp einen Platz unter den Top-12 versäumt, was eine Finalteilnahme bedeutet hätte. Die Verbandsleitung war von der Leistung, besonders der Stärke auf der Kurzstrecke von Johnnes Hahnekamp beeindruckt, und so wurde der 25-jährige Eisenstädter quasi im letzten Abdruck für die WM in Kaohsiung (Taiwan) nominiert.

Druck macht sich Hahnekamp für das Großereignis keinen: „Ich konnte in den letzten Jahren eine gewisse Routine aufbauen und möchte so vor allem in den Sprintdistanzen mein persönliches Maximum abrufen.“

Vor allem über die 100 Meter, eine Distanz, die für Inline-Speedskater erst vor zwei Jahren neu eingeführt wurde, verspricht der antrittsstarke Athlet mit einer kleinen Überraschung aufzuwarten. Hahnekamp: „Ich bin sehr stolz, für Österreich bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen zu dürfen, ich fühle mich in gut in Form. Ob es für eine, aus meiner Sicht, Topplatzierung reicht, wird sich zeigen.“