Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Philipp Frank und Bernhard Fenz

Sportlicher Neuanfang für den UFC Purbach. Seit der Generalversammlung ist klar: Hermann Scheweck löst den scheidenden Harald Neumayer als Obmann ab.

Neo-Vereinsboss Hermann Scheweck will in den nächsten Tagen die Weichen für die sportliche Zukunft stellen.  |  NOEN, zVg

Das lange Zittern beim UFC Purbach hat ein Ende. Die Generalversammlung am Freitag brachte ein Happy End für alle Beteiligten ein. Lange wusste niemand, wie es nach der Hauptversammlung weitergehen sollte, nun hat sich doch noch ein neues Vereinsoberhaupt gefunden.

Obmann und Sponsor Harald Neumayer hatte seinen Rückzug angekündigt. Ohne geeigneten Nachfolger stand sogar die Spielbetriebseinstellung im Raum. Nun hat sich aber doch noch ein neues Vereinsoberhaupt gefunden. Ex-Funktionär und Stadtrat Hermann Scheweck übernimmt die neue Führungsposition beim UFC und löst Harald Neumayer als Obmann ab.

„Die Gemeinde steht auch dahinter, wollte nicht, dass wir zusperren müssen“, so der Neo-Obmann, der schon seit 25 Jahren im Verein tätig ist. Hauptaugenmerk wird auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit gelegt.

"Alles im sportlichen Bereich auf Schiene bringen"

„Unsere Kinder müssen auch weiterhin diesen Sport ausüben können. Wir haben einen Topverein und eine schöne Anlage, sind dazu schuldenfrei. Wir werden uns aber in keine finanziellen Abenteuer stürzen, es wird keine wirtschaftlichen Spielereien geben“, so Scheweck, der mit seinem neuen Team einen Plan für die Zukunft aufstellen will. „Wir müssen nun alles im sportlichen Bereich auf Schiene bringen.“

Neben dem Neo-Vereinsboss gibt es noch sieben neue, junge Gesichter im neuen Vorstand, ein Großteil des alten bleibt ebenfalls erhalten. Nur zwei Positionen sind noch offen: die des Rechnungsprüfers und die des Sektions- beziehungsweise Sportlichen Leiters, da auch der bisherige Sportchef Adi Steindl nicht mehr kandidierte. Sportlich wird es nun also auch weitergehen am Türkenhain.

Freiwilliger Abstieg aus der BVZ Burgenlandliga

„In welcher Art und Weise und vor allem in welcher Liga oder Klasse, ist noch offen. Wir werden in den nächsten Tagen mit dem Burgenländischen Fußballverband ein Gespräch suchen, um die Möglichkeiten auszuloten“, so der scheidende Obmann Harald Neumayer.

Eine Fortsetzung in der BVZ Burgenlandliga schließt der Noch-Vereinsboss aber aus. Die Saison wird noch fertig gespielt, dann gibt es im Juni eine ordnungsgemäße Übergabe.

„Wir werden nun ein Budget aufstellen und wollen mit unseren einheimischen Kickern spielen. Sportliches Ziel wäre vielleicht nicht die 2. Klasse Nord, wirtschaftlich aber wahrscheinlich das Beste – ein sportlicher Neuanfang eben“, brennt Hermann Scheweck bereits auf die neuen Aufgaben.

Auswirkungen könnte der freiwillige Gang nach unten auf den Abstiegskampf der BVZ Burgenlandliga übrigens ganz sicher haben. Denn: Mittlerweile werden – so der Antrag auf Abstieg fristgerecht bis fünf Tage nach Ende der Saison eingebracht wird – besagte Teams ans Ende der Tabelle gereiht und erst dann wird der Abstieg durchgeführt. Das würde bedeuten, dass es statt derzeit vier nur drei Absteiger geben könnte.