Erstellt am 19. September 2012, 00:00

Titel-Traum geplatzt. Triathlon / Der Schützener Martin Kleinl kam bei der WM in Las Vegas nicht ins Ziel. Er musste verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben.

Von Martin Ivansich

Die besten Triathleten der Welt reisten kürzlich nach Las Vegas, um den Weltmeister zu ermitteln. Mit dabei war, wie im letzten Jahr, Martin Kleinl vom HSV Kaisersteinbruch. Nach dem zweiten Platz bei der Europameisterschaft in Deutschland ging der Schützener hoch motiviert an den Start.

Nach einer perfekten Vorbereitung und mit viel Selbstbewusstsein wollte Kleinl nach der WM-Krone greifen. „Alles andere wäre für mich eine Enttäuschung gewesen“, so Kleinl.

Die letzten Trainingsergebnisse liefen für den 31-Jährigen verheißungsvoll. Als er dann auch noch nach persönlicher Bestzeit beim Schwimmen aus dem Wasser stieg, schien es tatsächlich seine Weltmeisterschaft zu sein.

Tränen der Schmerzen und Enttäuschung 

Auch beim Radfahren lag Kleinl lange Zeit auf Rekordzeit, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Eine in der Rennbesprechung nicht erwähnte Engstelle wurde dem Triathleten zum Verhängnis.

Ein langsam vor ihm fahrender Athlet bremste aus nicht erkennbarer Ursache – und fuhr ihm direkt vor das Rad. Der Schützener konnte einen schweren Sturz akrobatisch gerade noch verhindern, verletzte sich aber an der Hüfte und am Rücken. Trotz quälender Schmerzen biss Kleinl die Zähne zusammen und fuhr die restlichen 70 Kilometer der Radstrecke zu Ende. Beim Wechsel an die Laufstrecke konnte er sich kaum die Schuhe öffnen. Höllische Schmerzen machten ein Laufen unmöglich.

„Und dennoch machte ich mich auf den Weg. Als ich meine Tränen vor Schmerzen nicht mehr zurückhalten konnte, lag ich am Rande der Laufstrecke. Der Sport kann einem so viel geben, aber auch in kurzer Zeit alles nehmen. Aber es geht weiter und ich freue ich mich schon auf die nächste Saison“, gibt sich der HSV Kaisersteinbruch-Athlet kämpferisch.