Erstellt am 02. November 2011, 00:00

TOP-THEMA. KICKBOXEN / Eine kranke und angeschlagene Nicole Trimmel holte sich bei der Leichtkontakt-WM in Skopje die Goldmedaille.

VON MICHAEL PINTER

Eine ideale Vorbereitung sieht anders aus. Einen Tag vor ihrem ersten Kampf bei der Leichtkontakt-Weltmeisterschaft in Skopje lag Nicole Trimmel noch mit Fieber und einem Infekt kraftlos im Bett, quälte sich dann aber doch noch auf die Matte und siegte gegen die Norwegerin Madelen Softeland hauchdünn mit 2:1. „Ohne das pushende Coaching meiner beiden Betreuer hätte ich wohl aufgegeben“, so die sichtlich erschöpfte Osliperin nach dem Kampf.

Der weitere Verlauf des Turniers war eine einzige Demonstration Trimmels Ausnahmestellung: Mit einem 3:0 über die Türkin Berivan Ay zog die angeschlagene Musterathletin ins Finale ein, wo sie der Russin Ksenia Miroshnichenko mit 3:0 ebenso keine Chance ließ.

Im Vollkontakt soll  der nächste Titel her

 

„Aufgrund der schwierigen Umstände hat dieser WM-Titel einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem wenn man bedenkt, dass vor dem Start beziehungsweise nach dem ersten Kampf schon alles vorbei sein hätte können“, so die glückliche Siegerin, die ihren insgesamt fünften WM-Titel feierte und nun die von ihr mittlerweile bevorzugte Vollkontakt-WM im November anpeilt. „Dort kann ich entspannter hinfahren, jetzt habe ich ja meinen WM-Titel schon.“

Wichtig sei der errungene Titel laut Trimmel auch für den Kickboxsport im Burgenland. „Mein Erfolg soll Vorbild für unsere Talente sein“, so die Osliperin.