Erstellt am 03. August 2011, 00:00

TOP-THEMA. RADSPORT / Michi Knopf durfte sich zuletzt über einen Teilerfolg in seinem Doping-Fall freuen. Die Zukunft bleibt aber ungewiss.

Michi Knopf darf sich über einen Teilerfolg in der gegen ihn geführten Dopingcausa freuen. Nachdem der Zillingtaler schon vor einigen Wochen gegen die ihm vorgeworfene Einnahme von verbotenen Substanzen freigesprochen wurde, konnte er vor der unabhängigen Schiedskommission auch glaubhaft machen, niemals verbotene Substanzen weitergegeben zu haben.

Einzig den möglichen Besitz von Dopingmittel konnte der Radsportler, nach abermaliger Abwesenheit der geladenen Zeugen, letztendlich nicht einwandfrei widerlegen. Die Verfahren gestalten sich sehr seltsam und unkonventionell. Das hat nichts mit einem Verfahren vor einem Zivilgericht zu tun. Man ist als Angeklagter immer auf der Seite, seine Unschuld beweisen zu müssen und nicht umgekehrt, so Knopf.

Langes Warten ist für  Michi Knopf angesagt

Es ist als müsste ich beweisen, mit dem Auto nicht zu schnell zur Anhörung gefahren zu sein, das ist eigentlich gar nicht möglich.

Zusätzlich erschwerend sei die Tatsache, dass das Verfahren von den Kommissionen immer unnötig in die Länge gezogen wird. So wartet Knopf teilweise bis zum letzten Tag der acht Wochen Fristen auf das schriftliche Urteil, gegen das natürlich erst nach Zustellung Einspruch eingelegt werden kann.

Wie es in der Causa nun weitergeht, das kann auch nach einer Verkürzung der Sperre von vier auf drei Jahre erst wieder nach schriftlicher Ausfertigung des Bescheids entschieden werden. Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass die Saison dann nicht schon vorbei ist, bis die langsamen Mühlen der Kommissionen fertig sind zu mahlen.