Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

TOP-THEMA. SCHWIMMEN /  Für Birgit Koschischek war beim ersten WM-Bewerb über 100 Meter Delfin schon in der Vorrunde Endstation.

Der Auftakt bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Schanghai ist für Österreichs Aktive am Sonntag enttäuschend verlaufen. Birgit Koschischek über 100 Meter Delfin, Jördis Steinegger über 200 Meter Lagen, Hunor Mate über 100 Meter Brust und David Brandl über 400 Meter Kraul haben sowohl den Aufstieg wie auch das Olympialimit und zudem sogar ihre Saisonbestzeiten verpasst.

Koschischek hätte vom Gefühl her mit einer klar besseren Zeit gerechnet. Der Blick auf die Anzeigetafel brachte dann allerdings die große Ernüchterung. Koschischek belegte in 59,84 Sekunden Rang 29, damit fehlten ihr 77 Hundertstel auf ihren knapp drei Jahre alten OSV-Rekord. Keine Ahnung, was los war, sagte die 24-Jährige mit den Tränen kämpfend.

Trotz guter Vorbereitung  ein mäßiges Ergebnis

Da hatte ich heuer aus dem Training heraus eine schnellere Zeit. Es ist hart, wenn man so viel investiert und man sich das dann nicht einmal erklären kann. Ich habe keine Erklärung dafür, was los war. Die gesamte Vorbereitung verlief optimal. Ich war weder verletzt noch krank - im Gegenteil: Ich habe mich stark gefühlt. Mein Training war sehr gut auf mich abgestimmt, ich bin tolle Zeiten geschwommen und war davon überzeugt, dass ich heute persönliche Bestzeit aufstellen kann, sprich unter 59,07 Sekunden schwimme und die Olympiaqualifikationszeit für London 2012 unterbiete. Meine Zeit von 59.80 Sekunden ist eine Watsche. Man bereitet sich die gesamte Saison intensiv auf dieses eine Rennen vor, schuftet in der Kraftkammer, trainiert im Wasser bis zum Umfallen und geht dann beim Saisonhöhepunkt dermaßen unter. Das ist bitter.