Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

TOP-THEMA. LAUFSPORT / Erstmals ist eine burgenländische Läuferin bei einer Weltmeisterschaft am Start. Raffalt knackte das WM-Limit.

VON MARTIN IVANSICH

Die Meisterschaft in Kassel war die letzte Chance für Bettina Raffalt, sich für die U18-Weltmeisterschaft in Frankreich zu qualifizieren. Eigentlich sprach nichts dafür, dass es bei dieser letzten Möglichkeit klappen sollte:

Raffalt trotze den schlechten  äußeren Bedingungen

 

Kalter, böiger Wind, keine Gegner mit Bestzeiten im Limitbereich, aber Bettinas Kampfgeist strafte alle Lügen – und mit einem eindrucksvollen Kampf, bei dem sie mit unglaublich viel Herz und Einsatz alles gab, was möglich war, erkämpfte sie sich den Laufsieg und die Endzeit von 62,94 Sekunden – sechs Hundertstel unter dem Limit – und dem größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn, dem WM-Limit – dem ersten WM-Limit für einen Burgenländischen Läufer überhaupt.

Nächster Riesenerfolg  für Trainer Rolf Meixner

 

Rolf Meixner war im Ziel außer sich und konnte Raffalts Kampfgeist kaum fassen – die harte und konsequente Arbeit der letzten 20 Monate hatte in letzter Sekunde zu dem gewünschten, erhofften und sensationellen Ergebnis geführt. Damit ist es Rolf Meixner ein weiteres Mal gelungen, einen burgenländischen Läufer zu einem internationalen Großereignis zu führen, aber erstmals zu einer Weltmeisterschaft. Nach 20 Hürden waren 0,06 Sekunden ausschlaggebend für den Weg zur WM und ins rot-weiß-rote Nationaltrikot.

Valentina Eranovic kämpft  noch um das EM-Ticket

 

Noch hat auch Valentina Eranovic die Möglichkeit, mit ihrer Laufteam-Kollegin gleichzuziehen, denn auch ihr Limit über 800 Meter ist zum Greifen nahe. Der Limitschluss am 3. Juli ermöglicht ihr noch einige hochkarätige Rennen um das Ticket zur U20-EM in die estnische Hauptstadt Tallinn zu lösen.-->