Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

„Unentschieden war nicht zu verhindern“. BVZ BURGENLANDLIGA / Purbach haderte gegen Wallern mit der Schiedsrichterleistung und ließ zwei Punkte liegen.

Ladislav Szijjarto (l.) war bei der Aktion, die zum Elfmeter führte, dabei. Wallerns Simon Steiner und Co. entführten einen Punkt.  |  NOEN
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VON PHILIPP FRANK

Beinahe wäre es der zweite Frühjahrssieg für den UFC Purbach geworden – doch eben nur beinahe. Nachdem Matthias Grassl die Schiffer-Elf in der 26. Minute in Führung geschossen hatte, war es scheinbar auch er, der das Unentschieden letztlich einleitete.

Zumindest behauptete das Schiedsrichter-Assistent Marcel Gregorits, der ein Handspiel von Grassl im Strafraum ahndete. „Ein Wallern-Spieler wollte durch zwei Purbacher durch und die Nummer 18 (Rückennummer von Grassl) schlug den Ball mit der Hand weg. Für mich ein klares Vergehen und Elfmeter.“

Wallerns Obmann Stefan Michlits sah die Aktion wie folgt: „Michael Thüringer ist in den Strafraum eingedrungen, wollte bei zwei Spielern den Ball vorbeischupfen und einer war mit der Hand dran. Grassl war es aber sicher nicht.“

Grassl: „Stand fünf Meter  von der Aktion entfernt“

„Pechvogel“ Matthias Grassl stritt jegliches Vergehen ab: „Ich stand fünf Meter von der Aktion entfernt und habe dann die gelbe Karte wegen Unsportlichkeit gesehen – warum, das weiß ich bis jetzt noch nicht. Szijjarto spielte den Ball mit dem Oberschenkel und nicht mit der Hand.“

„450 Leute am Sportplatz haben nichts gesehen. Der Schiedsrichter stand daneben und hat nichts gesehen – das war nie im Leben ein Elfmeter“, ärgerte sich Purbach-Trainer Günther Schiffer über die Entscheidung, und fügte an: „Es ist sowieso mühselig, über solche Entscheidungen und sonderbare Ergebnisse zu Saisonende zu diskutieren. Wir hätten uns den Sieg verdient. Ich denke aber, dass das Unentscheiden sowieso nicht zu verhindern gewesen wäre.“

„Mit tun nur die Spieler leid. Sie haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet und haben sich voll reingehauen. Vom Gefühl her hätten wir diese Partie nie gewinnen können. Das war schon etwas dubios. Von den Spielern wird immer Fairness verlangt – dann kann man das ja auch einmal von den Schiedsrichtern erwarten“, witterte Schiffer eine Verschwörung.

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