Erstellt am 05. Juni 2013, 00:00

Ungültige Wahl?. Angefochten / Der ÖTK Eisenstadt legt nach der Präsidentenwahl beim Burgenländischen Skiverband (BSV) nun Protest ein.

 |  NOEN
Von Martin Ivansich

SKISPORT / Wie „im Kabarett erste Reihe fußfrei“ sei die BSV-Generalversammlung in Deutschkreutz für einen anwesenden Vertreter des Österreichischen Skiverbands abgelaufen, berichtet Otto Kropf der BVZ. Der Vorstand des Skivereins ÖTK (Österreichischer Touristenklub) Eisenstadt ließ kein gutes Haar an der Veranstaltung, bei der sich Gerald Guttmann mit 149 zu 96 Stimmen gegen Josef Holzmüller um die Nachfolge von Präsident Uli Prokop durchgesetzt hatte.

„Die Wahl kann gar nicht gültig sein. Es ist in zahlreichen Angelegenheiten gegen die Statuten verstoßen worden.“ All das würde laut Kropf mehrere Seiten füllen. Dem ÖTK Eisenstadt wurde jedenfalls das Stimmrecht verwehrt. Grund: Der Mitgliedsbeitrag war nicht beglichen. In den ÖSV-Statuten sei dies verankert, nicht aber in jenen des BSV. „Außerdem hat kaum ein stimmberechtigter Verein eine Vollmacht vorweisen können“ fügt der unterlegene Präsidentschafts-Anwärter Sepp Holzmüller hinzu.

Für ihn war schon während der Wahl klar, dass es „nicht mit rechtmäßigen Dingen“ zugeht. Es sei auch fraglich, ob Kropf das angeforderte Wahl-Protokoll bekommen wird. „Denn die Schriftführerin ist während der Generalversammlung aufgestanden und hat ihr Amt niedergelegt. Ich bezweifle, dass es überhaupt ein vollständiges Protokoll gibt.“ Weiters soll auch der Vorgang der Stimmzählung nicht statutenkonform abgelaufen sein, auch die Wahlkommission soll nicht richtig gehandelt haben.

„Es gab zahlreiche  Verfehlungen“

„Insgesamt habe ich 12 Punkte notiert, die letztendlich Verfehlungen beinhalten“, bilanziert Kropf das aus seiner Sicht erfolgte Wahl-Chaos. Nun liegt die Causa beim Schiedsgericht des Burgenländischen Skiverbands, das binnen sechs Monaten eine Entscheidung treffen wird.

Otto Kropf,

Vorstand des ÖTK Eisenstadt.

Lexi