Erstellt am 22. Mai 2013, 00:00

Weiß-Ehen getrennt. 2. Liga Nord / Die Erfolgsstory zwischen dem ASV Neufeld und seinem Trainer Franz Weiß geht nach der letzten Runde zu Ende.

Franz Weiss und der ASV Neufeld gehen ab Sommer getrennte Wege.  |  NOEN
Von Martin Plattensteiner

Noch in der Vorwoche bestätigte Neufelds (Noch)-Trainer Franz Weiß, dass die fast zwei Jahrzehnte andauernde Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Co-Betreuer Eitel Reins beendet wird. Reins äußerte bereits vor einem Jahr den Wunsch, endlich „in die Trainerpension“ gehen zu dürfen.

In der Vorwoche trafen sich dann ASV-Obmann Horst Kögl und Coach Franz Weiß zu einem Vier-Augengespräch. Schnell war klar, dass es zukünftig keine gemeinsame Basis gibt. „Es waren vier wunderschöne Jahre. Ich hätte gern weitergemacht“, so Franz Weiß. Reins und er hätten alle Ressourcen rund um den ASV Neufeld ausgeschöpft, Spieler (zurück)geholt, ausgebildet oder aufgebaut. Nachkarten will Weiß, der sportlich ganz gentleman-like bleibt – auf keinen Fall. „Das ist im Fußball eben so“, erklärt er die Trennung.

Siegendorf verliert Routinier Porics

Für Neufelds Obmann Horst Kögl standen vor allem die Vereinsinteressen im Vordergrund: „Die zwei Aufstiege in den letzten Jahren waren ein Kraftakt. Man muss immer wieder beachten, was der Verein verträgt“, spielt er auch auf eine zukünftig abgespeckte Budgetlage an. „Im Endeffekt haftet ja der Vorstand für alles. Wir können uns nicht immer nur weit hinauslehnen.“ Einen potenziellen Weiß-Nachfolger gibt es bis heute noch nicht.

Die Siegendorfer Abwehr wird in der neuen Saison ohne Routinier Michael Porics auskommen müssen. Der Kapitän will seine Fußballschuhe – zumindest teilweise – an den Nagel hängen und in Zukunft nur mehr als „Stand-by“-Kicker zur Verfügung stehen. Oldboy Roman Orsula hängt noch ein Jahr dran. „Das wird aber wohl sein Letztes sein“, so Pressesprecher Wolfgang Szorger.

Um die Offensive zu stärken, wurden die Siegendorfer bereits fündig. Aus Schwarzenbach kommt Danijel Vurm.