Erstellt am 30. Januar 2014, 23:59

„Zu Beginn braucht man eine dicke Haut“. Etabliert / Claus Wisak hat sich als Schiedsrichter einen Namen gemacht. Er steht vor dem Sprung in die BVZ Burgenlandliga.

Von Martin Ivansich

Philipp Hosiner glänzt als Goalgetter für die Wiener Austria auf dem Rasen. Sein Halbbruder Roli Wisak (Wisak und Hosiner haben dieselbe Mutter) ist seit Jahren als Trainer tätig. Der langjähriger Ostliga-Kicker und Kapitän des SC Eisenstadt ist nun in Hirm Coach. Der Dritte im Brüder-Bunde entschied sich für eine Karriere mit Pfiff.

Seit 2008 ist Claus Wisak als Schiedsrichter aktiv. „Ich kann mich noch an mein erstes Spiel erinnern. Es war ein Nachwuchsmatch, aber trotzdem war ich ein wenig aufgeregt und wollte natürlich keinen Fehler machen.“ Das wiegt bei einem Schiedsrichter oft tausend Mal mehr, als wenn ein Stürmer das leere Tor nicht trifft. „Man muss schon eine dicke Haut haben als Schiri. Vor allem im ersten Jahr. Aber mit der Zeit bekommt man ein Gespür, wie man sich präsentieren muss“, so der 35-Jährige. Sein hitzigstes Spiel erlebte Wisak im August 2011 bei der 1. Klasse Nord-Partie zwischen Gols und Jois: „Da musste ich elf Gelbe und drei Gelb-Rote Karten austeilen.“

Nächstes Ziel ist  

In dieser Saison wurde der zweifache Familienvater bei Spielen bis zur 2. Liga eingesetzt. Sein nächstes Ziel ist klar: „Der nächste Schritt ist die BVZ Burgenlandliga. Da will ich demnächst pfeifen.“ Langfristig will Wisak den Sprung in den Kader für die Regionalliga schaffen. Um sich darauf vorzubereiten, wurde der Eisenstädter am vergangenen Wochenende beim Testspiel zwischen Bundesligist Parndorf und Sollenau eingesetzt. Er war letztendlich ein souveräner Spielleiter zwischen dem burgenländischen Team aus der zweithöchsten Spielklasse und dem Ostligisten. Für seinen Auftritt erntete Wisak Lob von beiden Seiten. „Er hat seine Sache gut gemacht“, meinte etwa Parndorfs Trainer Paul Hafner. Ähnlich äußerte sich auch Sollenau-Trainer Gerhard Gmasz: „Die Schiedsrichterleistung war komplett in Ordnung. Er hat seine Aufgabe hervorragend gemeistert.“

Der Unparteiische scheint also für seinen nächsten Schritt in der Schiedsrichter-Karriere bestens gerüstet zu sein.