Erstellt am 17. Juni 2015, 06:01

von Carina Ganster

Fall für den grünen Tisch. Dt. Tschantschendorf legte nach dem Spiel gegen Strem Protest ein. Ein Pfiff von Schiri Sevik sorgte für Verwirrung und führte letztendlich zum 2:1-Heimsieg für Strem.

Obmann Sascha Ifkovits und seine Deutsch Tschantschendorfer (r.) legten Protest gegen das Spiel gegen Strem ein.  |  NOEN, Daniel Fenz
Ein Angriff der Stremer in Minute 90, ein Pfiff von Schiri Mesut Sevik und ein daraus resultierendes Siegestor durch Strems Peter Deutsch brachten die Stimmung der Tschantschendorfer trotz brütender Hitze zum Überkochen. Dt. Tschantschendorf legte schließlich gegen das Ergebnis Protest ein.

Sektionsleiter stürmte aufs Spielfeld

Michael Weingrill, Sektionsleiter des ASV schilderte die Sachlage aus seiner Sicht: „Der Schiri pfiff Abseits, alle Spieler blieben stehen, nur der Stremer Stürmer Peter Deutsch schoss den Ball aus Wut ins Tor. Daraufhin gab der Schiri dieses“, ärgerte sich Weingrill, der seinem Ärger nach dieser Situation freien Lauf ließ und aufs Spielfeld lief, wofür er von Schiri Sevik die Rote Karte sah. Auf den Sektionsleiter der Tschantschendorfer wartet jetzt eine Geldstrafe.

Auch für Strem sorgte der Schiri mit seinen „zweideutigen Gestikulierungen“ teilweise für Verwirrung, „diese Situation war aber eindeutig“, meinte Strems Pressesprecher Gerhard Deutsch.

„Es kann sein, dass der Schiri um ein paar Sekunden zu früh gepfiffen hat, aber er hat dann gleich auf die Mittellinie gezeigt, was heißt, dass er das Tor gab und kein Abseits“, war Deutsch überzeugt.

BFV: Ausschuss wird entscheiden

Schiri Mesut Sevik wollte gegenüber der BVZ keine Stellungnahme abgeben und verwies auf den BFV, der sich in der Präsidiumssitzung am Montagabend mit dieser Causa befasste.

„Wir werden diesen Fall jetzt einem unserer Ausschüsse zuteilen, der sich damit beschäftigen wird und mit allen Beteiligten sprechen wird. Weil es sich aber um ein Spiel handelt, das auf den Ausgang der Meisterschaft keine Auswirkung hat, ist keine Gefahr im Verzug. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen fallen“, meinte BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl.