Gerersdorf-Sulz

Erstellt am 14. September 2016, 02:32

von Carina Ganster

Gerersdorf: Thier geht und sorgt für Gesprächsstoff. Gerersdorfs Trainer Hannes Thier nahm nach der 1:4-Heimschlappe gegen den ASKÖ Wallendorf seinen Hut.

Abschied. Nach dem 1:4 über Wallendorf verließ Hannes Thier den SC Gerersdorf. Er will sich in naher Zukunft anderen Aufgaben zuwenden.  |  BVZ, Daniel Fenz

Ganz rund lief es für Hannes Thier als Trainer beim SC Gerersdorf noch nie. Nach fast zwei Jahren zog der Stegersbacher jetzt die Reißleine und legte nach der 1:4-Heimniederlage gegen Wallendorf sein Amt als Chefcoach zurück.

„Irgendwann gibt es als Trainer den Punkt, wo es einfach nicht mehr passt und den hab ich jetzt erreicht“, erklärte der 38-Jährige mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auch in der Verständigung mit dem Vorstand gab es in den letzten Wochen immer wieder Ungereimtheiten. „Das hat mir die Entscheidung leichter gemacht. In einem Verein sollten alle an einem Strang ziehen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann geht es einfach nicht“, sagte Thier weiter.

Auch in Sachen Trainingsbeteiligung war der Coach mit seiner Mannschaft nicht ganz so zufrieden. „Wenn sechs Leute beim Training sind, kann man schwer Ziele verfolgen. Ich glaube nicht, dass es nur an meiner Person lag, dass die Trainingsbeteiligung so schwach war, das hat auch andere Gründe“, ließ Thier in seinen Ausführungen freien Interpretationsraum.

Mit Kevin Krammer, Szabolcs Halmosi und Gabor Nemesi holte Thier drei Kicker nach Gerersdorf, mit denen er auch privat eng verbunden ist. „Die drei gehören sich selbst und würden sofort mit mir zu einem anderen Verein wechseln“, meinte der scheidende Cheftrainer. Ob sich da ein vierfacher Abschied in Gerersdorf anbahnt? Dem ohnehin kleinen Kader würde das enorm zusetzen.